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Kinowerbung

Kinowerbung liegt fast auf Vorjahesniveau

Trotz anfänglicher Startschwächen konnte das Kino seine Relevanz als Werbemedium auch im Jahr 2009 unter Beweis stellen: Einen Bruttowerbedruck im Gegenwert von 72,4 Millionen Euro verzeichnet die Nielsen Werbestatistik für die Werbung in den deutschen Lichtspielhäusern.

Damit liegt die Kinowerbung um minus 1,3 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres, ein Ergebnis, das durch ein starkes zweites Halbjahr deutlich positiv beeinflusst wurde. Vor allem Medien und Verlage (7,1 Millionen Euro), Mobilfunkanbieter (5,1 Millionen Euro) und Körperschaften, wie Kommunen, Länder und Gemeinden (5,0 Millionen Euro), präsentierten sich und ihre Angebote auf den Kinoleinwänden. Zu letzteren gehört auch der Top-Kinowerber des Jahres, die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung, die besonders intensiv ihre Initiativen und Kampagnen bewarb.

Im Zeitverlauf betrachtet, hat sich die Kinowerbung im Laufe der Monate bemerkenswert entwickelt. Das erste Halbjahr wurde – mit Ausnahme des Monats Mai mit plus 8,3 Prozent – durch deutliche Reduzierungen geprägt, während das zweite Halbjahr – abgesehen vom November mit minus 12,1 Prozent – überproportional gegenüber dem Vorjahr gewonnen hat. Mit Beginn des zweiten Halbjahres war damit die Talsohle durchschritten, was auch auf die attraktiven Werbeumfelder im Rahmen besucherstarker Filme wie „Ice Age 3 – Die Dinosaurier sind los“, „Harry Potter und der Halbblutprinz“ sowie „Wickie und die starken Männer“ zurückgeführt werden kann. Insgesamt stiegen die Besucherzahlen im Jahr 2009 um 16,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Es zeigt sich, dass in wirtschaftlich schwierigen Zeiten der Bedarf an Unterhaltung und Ablenkung zunimmt – das Kino
bietet attraktive Freizeitgestaltung. Darüber hinaus scheinen die Werbungtreibenden ihre jungen, kaufkräftigen Zielgruppen im Kinopublikum gefunden zu haben, denen sie ihre Werbebotschaften über dieses Medium besonders aufmerksamkeitsstark präsentieren können. Vor allem der Dezember konnte mit einem Werbeplus von 69,4 Prozent im Vergleich zu 2008 deutlich punkten.

Neben der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung (3,1 Millionen Euro), setzten der Spielkonsolenhersteller Nintendo (3,1 Millionen Euro), Autobauer Opel (2,4 Millionen Euro) und der Energieriese RWE (2,3 Millionen Euro) besonders stark auf Kinowerbung. Auf dem fünften Platz der Kinowerber folgt der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (2,1 Millionen Euro). Alle Top5-Werbungtreibenden steigerten ihren Bruttowerbedruck im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Dieser Ausbau der Werbevolumina sowie die Gewinnung neuer Kunden wie Wrigley, IKEA und Melitta haben zu der Belebung der Werbeumsätze im Medium Kino geführt.

“Das Kino hat nach einem schwachen Start einen starken Endspurt in 2009 hingelegt. Kinoinnovationen, wie z.B. Duft-, Sound- und vor allem die neue 3D-Technik lassen auch für 2010 einen optimistischen Ausblick zu.” so Ludger Wibbelt, Geschäftsführer der Nielsen Media Research GmbH.

Viele Filmstarts des Jahres 2010 knüpfen an den 3D-Digital-Boom an. Das wird auch an der Werbeindustrie nicht unbemerkt vorüberziehen, denn mit dieser Technologie können Werbefilme eine neue Ausstrahlungs- und Wirkungskraft entfalten. “Der positive Trend wachsender Besucherzahlen spricht für die hohe Programmqualität im Kino. Mit der neuen 3D-Technik bieten sich einzigartige Erlebnisse für die Kinobesucher und für die Werbekunden neuartige Darstellungsformen mit einem 3D-Spot. Die besuchergenaue Abrechnung seit dem Jahresstart, neuartige Zielgruppen-Angebote und der Wegfall der Produktionsnebenkosten werden die Werbekunden verstärkt auf das Medium Kino setzen lassen.”, prognostiziert Nils Schilling, Geschäftsführer WerbeWeischer.

(nielsen)


 


 

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