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Konjunktur

Kräftiges Wirtschaftswachstum in Deutschland erwartet

Die Bundesbank prophezeit der deutschen Wirtschaft ein solides Wachstum von 1,9 Prozent. Grund zur Sorge sieht man dennoch. Die Politik drohe, den Aufschwung abzuwürgen. Zudem werden die Verbraucherpreise ansteigen.

Vertrauen in die deutsche Wirtschaft

Die Bundesbank prognostiziert, dass die Konjunktur in diesem und dem nächsten Jahr an Fahrt aufnehmen werde. Dass das hohe Niveau der ersten drei Monate in Q2 nicht gehalten werden konnte, sei dabei nicht weiter besorgniserregend. Im Rahmen der Frühjahrsprognose der Bundesbank in Frankfurt erklärte Präsident Jens Weidmann, dass sich die Konjunktur der Schwellenländer verbessere, der Euroraum erhole und die Binnenwirtschaft aufblühe.

Positiver Ausblick getrübt

Trotz aller Zuversicht rügt Weidmann am Freitag auch die Politik. Der aus dem demografischen Wandel entspringende Fachkräftemangel werde sich negativ auf das Wachstum auswirken. Eine abschlagsfreie Rente mit 63 sei unter solchen Voraussetzungen „nicht hilfreich“. Die Bundesbank prognostiziert für das laufende Jahr ein Bruttoinlandsprodukt von 1,9. Im Dezember sprach man noch von 1,7 Prozent. Für das nächste Jahr erwarte man eine Steigerung von 2,0 Prozent, für 2016 1,8 Prozent.

Niedrige Inflation bald vorüber?

Die Bundesbank erwartet positive Signale im privaten Konsum und bei staatlichen Investitionen. Auch Baukonjunktur und Exporte sollen in Q2 wieder stärker anziehen. Da sich die globale Expansion stärke und der Euroraum allmählich erhole, könnte man bei der Ausfuhr in diesem Jahr wieder ein Plus von 4 Prozent verzeichnen.

Die Bundesbank geht davon aus, dass die sehr niedrigen Inflationsraten nur ein zeitweiliges Übel sein werden. Wegen des absehbaren Kräftemangels auf dem Arbeitsmarkt sei mit höheren Löhnen zu rechnen. Dies werde wiederum zu einem Auftrieb der Preise führen. Die Notenbanker gehen davon aus, dass die Verbraucherpreise in diesem Jahr um 1,1 Prozent steigen. 2015 soll der Zuwachs bei 1,5 Prozent liegen, 2016 bei 1,9.

(Christian Weis)


 


 

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