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Konjunkturklima

Investitionsbremse gelockert

Parallel zum Anstieg des Konjunkturklimas im Bezirk der Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK) – der Index war von 115 Punkten im September 2013 auf 122 Punkte zum Jahresbeginn angestiegen – lockern die Unternehmen auch die bislang stark angezogene Investitionsbremse.

„Es wird wieder mehr investiert. Ein gutes Zeichen, das auf eine weitere Verbesserung der Konjunktur hoffen lässt“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Franz J. Mockenhaupt. Ein Viertel von insgesamt 270 befragten Industriebetrieben wollen an ihren inländischen Standorten wieder mehr in Produktionsanlagen, Maschinen, Gebäude und so weiter investieren als im letzten Jahr. Im Januar 2013 war das mit 17 Prozent eine deutlich geringere Zahl.

Bei Investitionen im Ausland – 29 Prozent der Befragten planen hier Aktivitäten – steht China als Zielland für ein Engagement ganz oben auf der Liste. Jedes dritte befragte Industrieunternehmen gibt dies an. Vor einem Jahr waren es mit rund 20 Prozent deutlich weniger. Auch Nordamerika rückt wieder stärker in den Fokus. Ein Viertel der Befragten will in den USA aktiv werden.

Neben dem zunehmenden Gewicht als bedeutendes Absatzgebiet dürften vor allem die um die Hälfte niedrigeren Energiepreise mit ein Motiv sein, diesen Auslandsstandort näher ins Auge zu fassen. Bei den Investitionsmotiven stehen allerdings nicht die günstigen Produktionsbedingungen und niedrigen Kosten an erster Stelle. Vorrangig investieren die Unternehmen an ausländischen Standorten, um die jeweiligen Märkte besser bedienen zu können. Oft sind es auch Zuliefer-Beziehungen, die Betriebe veranlassen, ihren Abnehmern, die im Ausland produzieren, zu folgen.

Russland spielt als Zielland für Investitionen heimischer Unternehmen eine eher untergeordnete Rolle. Wichtiger ist Russland als Abnehmer von Maschinen und Anlagen für die Stahlproduktion und –verarbeitung. Schätzungsweise zwei bis drei Prozent des gesamten Auslandsumsatzes – rund 150 Millionen Euro im Jahr - erwirtschaften die Unternehmen im IHK-Bezirk mit russischen Kunden. Welche Auswirkungen die aktuelle politische Krise um die Krim auf diese Geschäfte hat ist nicht absehbar.

(Redaktion)


 


 

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