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Krankenversicherung: Überschuldungsgefahr wird verringert

Freiwillig Versicherte, die ihre Krankenkassenbeiträge nicht mehr zahlen können, sollen künftig vor Überschuldung geschützt werden. Dies hat das Bundeskabinett in einem Gesetzentwurf beschlossen. Der bei Zahlungsrückständen fällige Säumniszuschlag in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) soll deutlich gesenkt werden. In der privaten Krankenversicherung (PKV) wird zukünftig ein Notlagentarif eingeführt.

Seit Einführung der Krankenversicherungspflicht haben sich laut Informationen der Bundesregierung in der gesetzlichen Krankenversicherung Beitragsrückstände von 4,5 Milliarden Euro aufgestaut. Durch die fälligen Säumniszuschläge von monatlich 5 Prozent wird eine Sanierung des Unternehmens fast unmöglich. Damit das nicht mehr so ist, hat das Bundeskabinett beschlossen, den Säumniszuschlag auf 1 Prozent zu senken.

In der privaten Krankenversicherung wird zusätzlich ein Notlagentarif eingeführt. Dieser sieht ausschließlich Leistungen vor, die akute Erkrankungen und Schmerzzustände behandeln. Der ursprünglich abgeschlossene Versicherungsvertrag ruht, solange der Versicherte im Notlagentarif ist. Eine Rückkehr in den Vertrag soll möglich sein, sobald die Rückstände vollständig beglichen worden sind.

Der Entwurf des Gesetzes zur Beseitigung sozialer Überforderung bei Beitragsschulden in der Krankenversicherung muss noch vom Bundestag beschlossen werden.

Quelle: KfW-Starthothek

(Redaktion)


 


 

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