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Ausbildungsmarkt

Brossardt übt heftige Kritik an Ausbildungsstudie der IG Metall

Der Hauptgeschäftsführer der Verbände der bayerischen Metall- und Elektroindustrie BayME und VBM, Bertram Brossardt, hat die Studie der IG Metall kritisiert, wonach künftig mit massiven Problemen am Ausbildungsmarkt zu rechnen sei.

Brossardt: „Richtig ist, dass wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 rund acht bis zehn Prozent weniger Ausbildungsverträge abgeschlossen wurden als 2008 und dass sich dies im Jahr 2010 wiederholen könnte. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Denn richtig ist auch, dass damit 2009 immer noch so viele Ausbildungsverträge abgeschlossen wurden wie im Boomjahr 2007. Und schließlich spielt eine entscheidende Rolle, dass wir 2009 und 2010 rund zehn Prozent weniger Bewerber als im jeweiligen Vorjahr haben. Die Ausbildungsstellenbilanz ist somit ausgeglichen, und das trotz Krise. Für eine Panikmache, wie sie die IG Metall betreibt, besteht daher kein Anlass.“

Insbesondere in Bayern sei die Entwicklung auf dem Ausbildungsstellenmarkt ausgesprochen positiv, gerade in der der M+E-Industrie. Brossardt zufolge wurde 2009 mit rund 13.500 Ausbildungsverträgen in der bayerischen M+E-Industrie das hohe Ausbildungsniveau der letzten Jahre gehalten. „Da gleichzeitig die Zahl der Bewerber um 13 Prozent zurückgegangen ist, kommt in Bayern rechnerisch weiterhin auf einen Bewerber eine angebotene Ausbildungsstelle.“ Für das Jahr 2010 erwartet Brossardt keine grundlegende Veränderung im Ausbildungsengagement der Unternehmen: „Eine repräsentative Blitzumfrage bei unseren Mitgliedsunternehmen im letzten Herbst hat ergeben, dass fast 70 Prozent der befragten Firmen für 2010 von gleichbleibenden oder sogar höheren Zahlen an Ausbildungsverträgen ausgehen. Unsere Unternehmen wissen, dass schon bald ein eklatanter Fachkräftemangel auf unsere Branche zukommen wird; sie sorgen entsprechend vor.“

Brossardt wandte sich entschieden gegen einen von der IG Metall vorgeschlagenen Branchenfonds für die Ausbildung. „Ein solcher Fonds würde zu ungerechtfertigten Umverteilungen zwischen den Firmen führen. Er wäre nur mit einem hohen Verwaltungsaufwand zu bewerkstelligen und damit in hohem Maße ineffektiv. Vor allem aber behebt er das Problem nicht, nämlich zu zeigen, wie attraktiv unsere M+E-Branche ist. Hier sind BayME und VBM seit langem aktiv und unterstützen mit verschiedenen Projekten junge Menschen bei der Berufswahlvorbereitung sowie ihre Mitgliedsunternehmen bei einer effizienten Bewerberauswahl.“

(vbw)


 


 

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