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Kurzarbeit rettet Arbeitsplätze über den Herbst

Der befürchtete drastische Anstieg der Arbeitslosigkeit zögert sich nach einem Zeitungsbericht hinaus. Trotz miserabler Auftragslage wollten viele Unternehmen ihre Beschäftigten auch nach den Ferien in großem Umfang mit Kurzarbeit halten, berichtete das Düsseldorfer «Handelsblatt» (Donnerstagausgabe) vorab.

Die Gesamtzahl der Kurzarbeiter in Deutschland habe nach Schätzungen der Bundesagentur für Arbeit im Juni einen Höchststand von 1,4 Millionen erreicht, schrieb die Zeitung. Das seien gut fünf Prozent aller Beschäftigten. In der Industrie liege die Quote sogar bei mehr als 20 Prozent. Die Industrie wolle auch nach der Urlaubszeit nicht auf Entlassungen umschalten.

Ein Sprecher des Lkw-Bauers MAN sagte dem Blatt: «Der Umfang der Kurzarbeit wird im zweiten Halbjahr nicht verändert.» Die Werke des Nutzfahrzeugherstellers seien angesichts der weltweiten Absatzkrise nur zu rund 50 Prozent ausgelastet. 17 400 der 28 000 in Deutschland Beschäftigten arbeiteten derzeit kurz. Der Gashersteller Linde will der Zeitung zufolge angesichts der Auftrags- und Umsatzeinbußen die Zahl der Kurzarbeiter im Herbst und Winter sogar eher erhöhen.

Gegen eine kurzfristig starke Zunahme der Arbeitslosigkeit sprächen bereits die Kündigungsfristen, schrieb das Blatt. Sie betrügen nach Angaben der IG Metall im Mittel mehr als drei Monate. Selbst wenn es zu einer Entlassungswelle Ende September käme, würde sich dies in der Statistik daher erst im Frühjahr 2010 niederschlagen. In vielen Betrieben gebe es obendrein Arbeitsplatzgarantien bis über 2010 hinaus.

(Redaktion)


 


 

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