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Metall- und Elektroindustrie

Lage in bayerischer Metall- und Elektroindustrie ernst!

Die aktuelle Lage in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie ist angespannt und die Perspektiven für die nächsten Monate sind bescheiden. Das ist das Ergebnis der halbjährlichen Umfrage der bayerischen Metallarbeitgeberverbände BayME und VBM unter ihren Mitgliedsbetrieben. „Der Abschwung verliert an Fahrt, vorbei ist er aber noch nicht“, sagte BayME-/VBM-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Die Mitgliedsbetriebe bewerteten laut Brossardt die Geschäftslage im ersten Halbjahr 2009 so negativ wie noch nie seit Beginn der Umfrage. Die aktuelle Geschäftslage werde von 83 Prozent als „schlecht“ eingeschätzt. Beim Blick in die Zukunft erwartet jeder vierte Betrieb eine Besserung. Zwei Drittel gehen aber davon aus, dass alles so schlecht bleibt wie bisher, elf Prozent erwarten sogar eine weitere Verschlechterung.

Die Produktions- und Investitionspläne der Betriebe sind zwar weniger pessimistisch als bei der letzten Umfrage, liegen aber weiterhin im negativen Bereich und zeigen einen weiteren Rückgang an. Als „alarmierend“ bezeichnete Brossardt die Entwicklung der Ertragssituation der Betriebe. Fast 40 Prozent rechnen damit, im laufenden Jahr Verluste zu machen, weitere 17 Prozent schreiben eine schwarze Null und neun Prozent werden mit einer Rendite unter zwei Prozent abschneiden. Brossardt: „Das heißt: Zwei Drittel der Unternehmen haben eine so schlechte Ertragslage, dass sie ihre Reserven angreifen müssen.“

Knapp 58 Prozent der Firmen befürchten, Stellen abbauen zu müssen. Zwei Drittel der Firmen können wohl ohne Kündigungen auskommen, für ein Drittel sind Kündigungen unvermeidlich. „Trotz aller Bemühungen der Firmen, die Belegschaft zu halten, ist ein weiterer Beschäftigungsabbau wohl nicht zu verhindern. Für das Gesamtjahr rechnen wir mit einem Rückgang der Beschäftigung um 40.000.“

Brossardt: „Es muss nun alles getan werden, die Firmen bei ihrem Bemühen zu unterstützen, Arbeitsplätze zu halten.“ Dafür müsse auch die Tarifpolitik mittelfristig neu ausgerichtet werden. „Wir brauchen einen Flächentarifvertrag, der noch stärker auf die Konjunktur sowie auf Branchen- und Unternehmenskonjunkturen reagiert.“

(vbw)


 


 

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