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  • 10.01.2014, 16:00 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Logistikbranche

Für die Zukunft gerüstet

Die Logistik befindet sich am Wendepunkt von einem eher innovationsscheuen hin zu einem innovativen Wirtschaftsbereich. Zu diesem Ergebnis kommt eine von der Bundesvereinigung Logistik (BVL) durchgeführte Befragung.

Laut der Befragung betrachten fast alle Experten Innovationen für die Zukunft der Logistik als wichtig. Gleichzeitig empfinden mehr als 60 Prozent die Innovationsfreude des Wirtschaftsbereiches als gering. Dabei könnten Unternehmen durch größeres Engagement besonders von Zeit- und Kostenersparnissen profitieren, so die BVL. Insgesamt macht die Studie jedoch deutlich: Die Logistik hat die Bedeutung von Innovationen erkannt – und sich dementsprechend aufgestellt.

Viele der Unternehmen befassen sich bereits aktiv mit Innovationen und profitieren von deren positiven Effekten. 78 Prozent der Unternehmen, in denen die Befragten arbeiten, haben in den vergangenen fünf Jahren neue Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen implementiert.

Das bisherige Engagement reicht jedoch noch nicht aus, um spürbare Impulse zu setzen. Besonderen Innovationsbedarf sehen die Befragten bei der Koordination von Prozessen und bei IT-Lösungen. Dieses Ergebnis bestätigt den hohen Stellenwert, den effizient koordinierte und abgewickelte Prozesse für die Logistik heute haben.

Sinkende Kosten und Zeiteinsparungen

Durch Innovationen erhöhen Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit, Effizienz und auch Nachhaltigkeit. Diejenigen Logistik-Dienstleister und -Anwender, die in den vergangenen fünf Jahren Innovationen eingeführt haben, profitieren von sinkenden Kosten und Zeiteinsparungen durch schnellere Produktions- und Entwicklungszeiten sowie eine schnellere Auftragsabwicklung.

Zeit- und Geldersparnis sind die wesentlichen positiven Effekte von Innovationen – Zeitmangel und zu geringe Investitionen aber gleichzeitig ihr größtes Hemmnis. „In Innovationsprojekte investierte Zeit der Mitarbeiter ist gut investierte Zeit“, so Prof. Raimund Klinkner, Vorstandsvorsitzender der BVL. „Das gelingt durch besseres Zeitmanagement, optimierte Personalplanung und vor allem durch mehr Investitionen in Forschung und Entwicklung. Jedes Unternehmen im Bereich Logistik sollte ein Prozent des Umsatzes in Innovationen investieren, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.“

Neue Ideen für Innovationen

Um neue Ideen für Innovationen zu gewinnen, verlassen sich die Unternehmen in erster Linie auf sich selbst:

Mehr als ein Drittel der Befragten gab an, dass ihr Unternehmen Ideen aus eigenen Analysen gewinnt. Weitgehend ungenutzt bleibt dagegen die Kooperation mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen, obwohl diese besonders dazu geeignet sind, theoretisches Wissen in der Praxis nutzbar zu machen und Zeit für Entwicklungsarbeiten im eigenen Unternehmen einzusparen. Die Ergebnisse der Befragung offenbaren folgende Stellschrauben, an denen Unternehmen ansetzen sollten, um ihre Zukunftsfähigkeit zu sichern:

► Zeit- und Ressourcenmanagement: Unternehmen sollten durch effizientes Zeitmanagement die notwendigen Freiräume schaffen, um die Entstehung von Innovationen von Beginn an zu fördern. Doppelter Vorteil: Innovationen zahlen sich langfristig auch in Zeitersparnissen aus.

► Forschungskooperationen: Kooperationen mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind ein effizientes Mittel, um Entwicklungsarbeit auszulagern, aber auch um wissenschaftliche Erkenntnisse in der Praxis nutzbar zu machen und erfolgreich weiterzuentwickeln.

► Forschung und Entwicklung: Die BVL rät, mindestens ein Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung zu investieren.

(Redaktion)


 


 

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