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Lohnquote steigt trotz Krise

Trotz der weltweit schärfsten Rezession steigt in diesem Jahr aller Voraussicht nach das Arbeitseinkommen aller Beschäftigten, wohingegen Unternehmens- und Vermögeneinskommen teilweise deutlich um bis zu 17,5 Prozent einbrechen, wie das IW Köln berichtet.

Umso erstaunlicher erscheint manchen Betrachtern daher der sprunghafte Anstieg der Lohnquote. Wurde für diese im Jahr 2008 mit 65 Prozent noch der zweitniedrigste Wert seit der Wiedervereinigung errechnet, ist für 2009 ein Rekord-Sprung auf 69 Prozent zu erwarten. Die Lohnquote bezeichnet dabei in Abgrenzung von Unternehmens- und Vermögenswerten den Anteil der von abhängig Beschäftigten erzielten Arbeitsentgelte am Volkseinkommen.

Die überraschend positiven Zahlen sind aber schnell erklärt:  Denn die Lohnquote klettert in schlechten Zeiten regelmäßig nach oben – so war dies beispielsweise im Gefolge der Ölpreiskrisen Mitte der 1970er und Anfang der 1980er Jahre der Fall, aber auch im Konjunkturtal der Jahre 1992 und 1993. Grund: Die Unternehmensgewinne und Kapitaleinkommen schrumpfen schnell und unmittelbar, die Arbeitseinkommen bleiben meist noch eine Weile recht stabil.


(Redaktion)


 


 

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1 Kommentar

von ich
27.09.09 21:52 Uhr
Kommentar

Das stimmt. Desweiteren steigt der Anteil der Selbstängigen stetig. Desweiteren haben immer mehr abhängigbeschäftigte Kapitaleinkünfte (Miete, Zinsen u.ä.) Die Lohnquote ist also nicht aussagekräftig, auch vor der Entwicklung der Bevölkerung (Alterspyramide).

Denkt nach !

 

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