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Marketing 2013

Die schönsten Marketing Flops und was man aus ihnen lernen kann

Marketing-Hit oder -Flop? In Zeiten von Facebook und Twitter können Unternehmen misslungene Aktionen nur schwerlich kaschieren. Am besten also, es von Anfang an richtig zu machen. Dabei können Marketer viel aus begangenen Marketing-Flops lernen – und sich so teures Lehrgeld sparen.

Bernd Röthlingshöfer, Chefredakteur des Fachinformationsdienstes WerbePraxis aktuell, hat die großen Marketing-Flops 2012 unter die Lupe genommen und 5 typische Beispiele dafür, was im Marketing so alles schief gehen kann, ausgewählt – inklusive Tipps, was Sie für 2013 daraus lernen können. 

Marketing-Flop Nr. 1: Das Erscheinungsbild der Olympischen Spiele

Die Olympischen Spiele 2012 haben Maßstäbe gesetzt – leider nicht bei der Gestaltung des Logos. Denn diesem fehlte alles, was ein gutes Logo ausmacht: Prägnanz, Originalität, Sympathiefaktor, Unverwechselbarkeit, Einfachheit. Die einäugigen Maskottchen sahen aus, wie aus einem Horrortraum entsprungen.

Marketing-Learning für 2013: Beherzigen Sie den Satz des großen Designers Kurt Weidemann: “Ein Logo ist dann gut, wenn man es mit dem großen Zeh in den Sand kratzen kann”.

Marketing-Flop Nr. 2: Der Pinterest-Hype

Pinterest schien lange das nächste große Ding zu sein. Die Plattform gehörte zu den Seiten, die am schnellsten wuchsen und katapultierte sich in der Gunst der amerikanischen Webnutzer rasch unter die ersten Plätze. Schnell begannen Unternehmen auch hierzulande das Bilder-Netzwerk mit ihrem Bildmaterial vollzustopfen. Doch am Ende stand oft das ernüchternde Fazit – außer Spesen nichts gewesen.

Marketing-Learning für 2013: Rennen Sie nicht jedem Hype hinterher. Wer von Anfang an bei Trends dabei sein will, beobachtet, lernt und macht lieber Trippelschritte. So werden weder Ihre Zeit noch Ihr Budget vergeudet.

Marketing-Flop Nr. 3: Der Shitstorm um Vodafone

Shitstorms gab es 2012 viele. Besonders spektakulär war der um Vodafone: Eine einzige unzufriedene Kundin des Telekommunikationsanbieters, die den mangelnden Service des Unternehmens kritisierte, hatte eine Beschwerdelawine auf der Facebook-Seite von Vodafone ausgelöst.
Ergebnis: In nur 1 Woche äußerten 7.000 Nutzer ihre Kritik. 70.000 drückten durch den “Gefällt mir-Button” ihre Zustimmung aus. Ursache für die Entstehung des Shitstorms war unter anderem eine halbherzige und verspätete Reaktion des Unternehmens.

Marketing-Learning für 2013: Wenn heute etwas schief läuft, landet es morgen bei Facebook und macht von da aus die Runde. Nehmen Sie jede dort auftauchende Kritik ernst und beantworten Sie diese sorgfältig – auch an Wochenenden! Mehr als 24 Stunden sollte Ihre Antwort nicht auf sich warten lassen, schneller ist besser.

Marketing-Flop Nr. 4: Die unglücklichen Keksbäcker von Bahlsen

Im August hatte Bahlsen angekündigt, in diesem Jahr letztmals Lebkuchen, Spekulatius, Zimtsterne und andere Weihnachtsspezialitäten zu produzieren. Begründung: Der Kostendruck sei zu hoch. Händler und Verbraucher protestierten wütend, die Keksbäcker mussten zurückrudern.
“Wir haben die emotionale Bedeutung des Weihnachtsgebäcks für unsere Kunden unterschätzt”, sagte Firmeninhaber Werner Michael Bahlsen der “Hannoverschen Allgemeinen Zeitung”. Offenbar haben sich die Marketingleute ihr Produktportfolio nur mit Controller-Scheuklappen angesehen. Oder wie sonst kann ihnen die emotionale Bedeutung des größten christlichen Festes entfallen?

Marketing-Learning für 2013: Wenn Sie Entscheidungen über Ihr Sortiment treffen, sollten Sie nicht nur Zahlen sprechen lassen. Prüfen Sie auch, welchen Beitrag ein Produkt für Ihre Marke, für die Kundenbindung oder Ihre Vertriebspartner leistet.

Marketing-Flop Nr. 5: Die wilden Wüstenrot-Methoden

Kurz vor Weihnachten brachten Rechercheure des Handelsblattes Vertriebsmethoden der Wüstenrot-Bausparkasse ans Licht, die für viele Kunden massive Nachteile mit sich brachten. Nachdem sowohl die BaFin als auch die Verbraucherschutzministerin das Unternehmen öffentlich angriffen, war der Schaden fürs Unternehmen perfekt.

Marketing-Learning für 2013: Wir leben in einer Transparenzgesellschaft. Da haben Produkte und Vertriebsmethoden, die Sie zum Nachteil des Kunden konzipieren, keine Chance mehr. Arbeiten Sie stattdessen kontinuierlich an der Zufriedenheit Ihrer Kunden, dann haben Sie auch in den nächsten Jahren die Nase vorn.

Quelle und weitere Informationen: WerbePraxis aktuell

(Redaktion)


 


 

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