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Studie

Kongress und Tagungsmarkt Nürnberg leidet an räumlichen Engpässen

Nürnberg. Kongresse und Tagungen sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Nürnberg. Dies ergab eine Studie zum „Kongress- und Veranstaltungsmarkt Nürnberg“. Gleichzeitig stellt die Studie fest, dass es im mittleren Segment, also Tagungen von 500 bis 1.000 Besucher an Räumlichkeiten fehlt.

Die Studie „Der Kongress- und Veranstaltungsmarkt Nürnberg“, wurde durch das Europäische Institut für TagungsWirtschaft (EITW) im Auftrag der Stadt Nürnberg und des CCN CongressCenter Nürnberg durchgeführt. Untersucht wurden die Wettbewerbsfähigkeit und die wirtschaftliche Potenz des Kongress- und Tagungsmarkts sowie dessen Perspektiven für die Zukunft.

„Ein Bruttoumsatz volumen von 480 Millionen Euro und Steuereinnahmen von rund sechs Millionen Euro unterstreichen, dass wir in Nürnberg weiter aktiv werden müssen. Die in der Studie festgestellte Angebotslücke im Segment der Tagungen mit 500 bis 1.000 Personen stellt uns vor eine neue Herausforderung“ fasst Wirtschaftsreferent Dr. Roland Fleck die wichtigsten Ergebnisse der Studie zusammen. Der Tagungs- und Kongressmarkt habe sich in Nürnberg zu einem eigenständigen Wirtschaftszweig entwickelt und fest etabliert. So konnte das CCN CongressCenter Nürnberg seinen Umsatz seit 2004 von 5,4 Millionen Euro auf 11 Millionen Euro im Jahr 2010 verdoppeln.

Laut der Studie fanden in Nürnberg im Jahr 2009 rund 26 000 Veranstaltungen statt, an denen rund 1,3 Millionen Kongress- und Tagungsbesucher teilnahmen. Die Veranstaltungsgäste sorgten insgesamt für ein Bruttoumsatzvolumen von rund 480 Millionen Euro, von denen 296 Millionen Euro in Nürnberg verblieben. Der größte Teil der Ausgaben floss demnach dem Gastgewerbe (Gastronomie, Hotels) zu, danach folgten Transportkosten. Der Einzelhandel partizipiert mit rund 46 Millionen Euro Bruttoumsatz. Allein die jährlichen Steuereinnahmen des Kongress- und Tagungsmarkts belaufen sich auf fast sechs Millionen Euro für die Stadt Nürnberg.

Die Studie zählt Nürnberg, neben Berlin und München zu den Top Drei Veranstaltungsdestinationen. Dabei ist die Wirtschaftskraft des Kongress- und Veranstaltungssegments in Nürnberg bei weitem noch nicht voll ausgeschöpft. Die Marktstudie zeigt deutlich, dass die Nürnberger Kapazitäten kein optimales Hallen- und Raumkonzept für Veranstaltungen im Bereich von 500 bis 1.000 Teilnehmern bieten. Entsprechend liegt der Marktanteil dieser Veranstaltungen in Nürnberg rund ein Viertel unter dem Bundesdurchschnitt. Diese Ergebnisse sprechen deutlich für die Schaffung neuer Kapazitäten im mittleren Segment.

(Redaktion)


 


 

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