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Metro will Karstadt nicht komplett übernehmen

Metro-Chef Eckhard Cordes lehnte eine Komplett-Übernahme der insolventen Karstadt-Warenhauskette erneut ab. Am Ziel, Karstadt als Ganzes zu erhalten, hält die Insolvenzverwaltung jedoch nach wie vor fest.

Cordes wolle für ein Gesamtpaket erst gar kein Angebot abgeben und nicht einmal die Bücher prüfen, solange der Insolvenzverwalter an dieser Lösung festhalte. Wie der Metro-Chef der Wirtschaftswoche mitteilte, wäre dies seiner Meinung nach „Zeitverschwendung“. In Deutschland gebe es langfristig keinen Platz für zwei große Warenhausanbieter, so Cordes weiter. Dies müsse man ehrlich kommunizieren , auch gegenüber den Mitarbeitern von Karstadt. Eine Konsolidierung der Kaufhauslandschaft sei unvermeidlich. „Wir müssten die Karstadt-Hauptverwaltung übernehmen – Kaufhof hat aber schon eine. Wir müssten zahlreiche Standorte übernehmen, die ökonomisch keinen Sinn machen“, so Cordes.

Der Metro-Chef zweifelt außerdem an der Zahl der möglichen Interessenten für Karstadt. Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg hatte zuvor von 30 möglichen Käufern berichtet. „Uns ist niemand eingefallen, zumindest kein strategischer Investor. Dass ein Handelskonzern nach Deutschland geht, Karstadt als Ganzes kauft und sich damit in den Wettbewerb zu Kaufhof begibt, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen“, so Cordes. Auch ein mögliches Interesse von Finanzinvestoren stellte er infrage. „Ich bezweifle, dass diese Karstadt isoliert kaufen würden“, sagte der Metro Chef. Er sei nach wie vor einzig an einer nennenswerten Anzahl von Karstadt-Häusern interessiert.

Karstadt-Insolvenzverwalter Görg hatte sich bislang zuversichtlich gezeigt, dass die 120 Karstadt-Filialen erhalten werden können und vor einem Verkauf an Metro gewarnt. Er und viele Mitarbeiter fürchten für diesen Fall eine Zerschlagung des Konzerns und Massenentlassungen. Zuvor war Görg jedoch mit einer ähnlichen Strategie bereits beim Fürther Versandhändler Quelle gescheitert. Auch hier fand sich kein Investor, der den Konzern als Ganzes übernehmen wollte.

(Redaktion)


 


 

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3 Kommentare

von Noname
18.01.10 13:59 Uhr
armer H.Cordes

Was soll das bitte schön? Herr Cordes muß nun mal akzeptieren, daß Herr Görg erst einmal versucht möglichst viele Arbeitsplätze zu rette. Dies ist doch lobenswert. Auch wenn das nicht ganz gelingen sollte,besteht immer noch die Möglichkeit mehr Arbeitsplätze zu retten als mit der Variante von Herrn Cordes. Denn der Zusammenschluß der beiden Warenhäuser wie es Herr Cordes möchte, kostet viel mehr Arbeitsplätze!

von Zum Glück
21.01.10 10:58 Uhr
Cordes

Zum Glück für alle Karstadt-MA, dass KAuffhof kein Interesse zeigt.
Was für ein aroganter A...... ist der Cordes eigentlich.

von TW
21.01.10 16:56 Uhr
Na H.Cordes,

schon mal die Textilwirtschaft vom 21.01.2010 gelesen?!?
Also mal schön die Füße stillhalten.

 

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