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Mitarbeitersuche

Jobbörse oder direkte Ansprache?

Über das Suchen und Finden des richtigen Kandidaten – Der Fachkräftemangel, der in einigen Branchen beklagt wird, soll zu einer veränderten Rekrutierungs-Strategie der Unternehmen führen. Zu diesem Befund kommt die Berliner Online-Jobbörse Absolventa in einer Umfrage, für die mehr als 420 Unternehmen in Deutschland befragt wurden.

Demnach geben drei Viertel (75 Prozent) der Personalmanager zu Protokoll, dass Spezialisten-Jobbörsen in diesem Jahr eine wesentlich größere Rolle für ihre Mitarbeitersuche spielen. Die Nähe zur Zielgruppe und die passgenauere Kandidatenansprache werden als Gründe angegeben.

Um die Ergebnisse der Arbeitgeber-Umfrage aus Kandidatensicht zu verifizieren, wurden mehr als 600 sogenannte „Young Professionals“ nach ihren Präferenzen bei der Jobsuche befragt. 65 Prozent der Kandidaten sind überzeugt, dass Spezialisten-Jobbörsen ihnen die größten Chancen auf ihren Traumjob bieten. 17 Prozent nennen Generalisten-Jobbörsen in diesem Kontext, nur 13 Prozent regionale oder überregionale Zeitungen.

Auch Karsten Berge von der Düsseldorfer Personalberatung SearchConsult ist davon überzeugt, dass Jobbörsen relevanter werden. Besonders bei Jahres-Dotierungen von 70.000 bis 80.000 Euro. Auf diesem Massenmarkt tummeln sich vor allem angelsächsische Personalvermittler – in der Regel auf reiner Erfolgsbasis. Bei Führungspositionen und Fachkräfte greift nach Auffassung von Berge immer noch die direkte Ansprache.

„Durch die Online-Jobbörsen werden immer nur jene erreicht, die auch aktiv nach einer neuen Herausforderung suchen. Wenn man Kandidaten bekommen möchte, die aktuell sehr erfolgreich sind und nicht aktiv suchen, kommt man um eine Direktansprache mittels Personalberater nicht umhin“, sagt Berge.

In der IT-Branche würden größere Software-Hersteller oder Systemhäuser verstärkt Rekrutierungspersonal einstellen, die die Kandidaten direkt kontaktieren. „Aber auch hier erreicht man vielleicht 70 Prozent der potentiellen Kandidaten, die auf Portalen wie Linkedin oder Xing aktiv sind. Die schreibt man an, kann sie aber nicht auf der Tonspur überzeugen“, konstatiert Berge.

Irreversibel ist wohl ein anderer Trend: Die sinkende Relevanz von Stellenanzeigen in Printmedien. So konnte nach Informationen des „Manager Magazins“ die „FAZ“ im Jahr 2000 noch rund 235 Millionen Euro mit Stellenanzeigen einnehmen: „Heute sind es nicht mehr als 15 Millionen Euro” (!!!!).

Quelle: www.ne-na.de

(Gunnar Sohn / www.ne-na.de)


 


 

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