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Mittelfranken für vollständige Freigabe der Ladenöffnungszeiten

Seit Wochen tobt in Nürnberg die Auseinandersetzung um verkaufsoffene Sonntage und verlängerte Ladenöffnungszeiten zur Spielwarenmesse. Bei einer Umfrage auf Business-on.de entschied sich eine deutliche Mehrheit für eine vollständige Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten in Nürnberg und Bayern.

Exakt 50 % der Teilnehmer sind für eine völlige Freigabe der Ladenöffnungszeiten nach Vorbild von Bundesländern wie Niedersachsen oder Nordrhein-Westfalen. Dort können Geschäfte und Inhaber selbst entscheiden, wann und wie lange sie ihre Geschäfte öffnen möchten. Insbesondere Berufstätige loben die längeren Öffnungszeiten, beispielsweise in Supermärkten.

Ausnahmen von der liberalen Praxis gibt es jedoch an Sonntagen. Hier dürfen nur Geschäfte öffnen, die Reisebedarf verkaufen. Neben Buchläden und Drogeristen nutzen aber auch immer mehr Einzelhändler die Schlupflöcher des Ladenschlussgesetzes. So können Reisende im Hauptbahnhof Hannover auch Modeartikel in den Fashion-Stores von "Love" und "Tally Weijl" erwerben. Immerhin ein knappes Drittel (31%) der Business-On.de-User ist für ein Ende diese Praxis. Sie fordern, dass der Sonntag als christlicher Feiertag ohne Ausnahmen grundsätzlich verkaufsfrei bleibt.

Begonnen hatte die Diskussion durch den Vorschlag des Nürnberger Wirtschaftsdezernenten Roland Fleck, der zum 60. Jubiläum der Spielwarenmesse die Geschäfte freitags und samstags bis 22 Uhr öffnen will (wir berichteten). Die „Nürnberger Allianz für den freien Sonntag“ hatte sich im Dezember mit scharfen Worten gegen das Vorgehen des CSU-Politikers gewendet. Fleck entgegnete in einer Stellungnahme: "Wir brauchen keine 24-stündige Öffnung an sieben Tagen die Woche. Unser christliches Wertesystem schützt den Sonntag und die Nachtruhe grundsätzlich. Das heißt aber nicht, dass nicht besondere Umstände auch besondere Flexibilität zulassen und auch verlangen. Eine Verlängerung der Öffnungszeiten an zwei Werktagen um je zwei Stunden aus einem herausragenden Anlass ist kein Angriff auf die Sonntagsruhe." 19% der Umfrageteilnehmer stützen den Kurs des Wirtschaftsdezernenten.

(Redaktion)


 


 

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