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Suchmaschinenoptimierung

Mobile SEO vs. klassische SEO - Der kleine aber feine Unterschied

In jeder Sekunde werden weltweit vier Menschen geboren – und zehn Smartphones verkauft. Die mobile Nutzung des Internets findet über Tablets und andere Endgeräte eine immer stärkere Verbreitung. Bereits 2013 werden mehr Menschen mobil online gehen als mit dem Desktop-PC. Mobile Search Engine Optimisation ist die neueste Generation der Suchmaschinenoptimierung. Und wenn man den Prognosen glauben darf, wird die mobile Optimierung von Webseiten zukünftig noch stärker an Relevanz gewinnen.

Ein Großteil der Internet-Nutzer geht direkt über Suchmaschinen ins Netz, selbst wenn die gesuchte Web-Adresse bekannt ist. Deswegen ist eine suchmaschinengerechte Gestaltung und Programmierung einer Website, egal ob stationär oder mobil,  die beste Voraussetzung für eine hohe Conversion-Rate. Damit Content möglichst weit oben bei Google auftaucht, muss der Inhalt Ihrer Website leicht zugänglich und für Crawler gut „lesbar“ sein.

Warum mobil optimieren?

Search Engine Optimisation, zu Deutsch Suchmaschinenoptimierung, umfasst alle Aktionen, die bewirken, dass Webseiten im Suchmaschinenranking in den unbezahlten Suchergebnissen (Natural Listings) auf höheren Plätzen auftauchen. Zwar ist auch im Mobile Web Google einer der Big Player, doch die Nutzer verhalten sich anders als am Desktop-PC. Der Smartphone-User verwendet oft nicht mehr klassische Suchfelder in Suchmaschinen sondern findet neue Formen und Denkmuster. Zwischen stationärer und mobiler Suchmaschinenoptimierung bestehen zum Teil überhaupt keine Unterschiede. Genau wie bei Desktop SEO, gilt es beispielsweise auch in der mobilen Welt, On- und Offpage zu optimieren. Strukturierter suchmaschinen- und usergerechter Content verhilft zu einer besseren Positionierung in den Suchmaschinenergebnissen. Die suchmaschinenfreundliche Überarbeitung des Quellcodes ist auch für mobile Seiten wichtig. Es gilt das Altbewährte: Fundamentale SEO-Praktiken wie Title Tag Optimierung, Content Auszeichnung oder Meta Descriptions bilden auch den Grundstein für Mobile-SEO. Nun stellt sich die Frage: Warum sollte ein Unternehmen überhaupt spezielle Maßnahmen bei der mobilen Suchmaschinenoptimierung einleiten, wenn ohnehin schon SEO betrieben wird? Und wo liegen die größten Unterschiede zwischen Desktop- und Mobile SEO?

In der Kürze liegt die Würze: Mobil wird anders gesucht

Mobile User ticken anders und sind eher aktionsgetrieben. Sie nutzen das Mobile Web als Shopping-Hilfe für Testbereichte oder Vergleiche – Eingekauft wird dann meist im Laden oder am PC. Wichtige Vorgänge, wie beispielsweise das Abschließen von Versicherungen, werden ebenfalls noch immer über den stationären Zugang erledigt. Die mobile Suche verlangt sofortige Ergebnisse viel zeitnaher und dringender als die stationäre Suche. Tools wie Google Goggles, Gesture Search und Voice Search tragen zusätzlich dazu bei, dass sich mobil andere Nutzungsweisen ergeben, da sie gelerntes Verhalten auf den Kopf stellen. Smartphones müssen mit einem deutlich kleineren Bildschirm auskommen. Wegen der geringeren Displaygröße sind die oberen drei bis vier Rankingplätze noch wertvoller als im stationären Bereich. Es besteht noch immer der Irrglaube, dass eine Suche im „Mobilen Web“ andere Ergebnisse liefert, als die auf dem Desktop-PC. Doch Googles Index auf mobilen Geräten entspricht exakt dem der Desktop-Suche. Lediglich die Ziel-Webseiten sind anders formatiert oder man wird direkt auf mobile Varianten weitergeleitet.

Mit einer eigenen App kann man Google direkt Konkurrenz machen
Mobile-SEO bedeutet aber nicht nur die Suchmaschinenoptimierung mobiler Websites sondern auch von Applikationen (Apps). Apps sind kleine, in sich geschlossene Suchmaschinen. Content-Anbieter können also ihre eigene Suchmaschine in Form einer App bauen und werden so für ihr Themenfeld ein direkter Wettbewerber von Google. Wer wissen möchte, ob morgen die Sonne scheint, informiert sich mobil meist über eine Wetter-App und sucht nicht über Google oder die mobile Website. 54 Prozent der iPhone-User verbringen mehr Zeit mit Apps als mit dem Browser.

Internetseiten mobil machen

Jedes Unternehmen, das auch von Mobilnutzern erreicht werden will, sollte zuerst einmal kontrollieren, wie viel Traffic mobil vorliegt und wie hoch die Bounce Rate ist, also der Anteil der Nutzer, die durch eine schlechte Darstellung die Seite verlassen. Lohnt es sich mobil zu optimieren, sollte das auch getan werden. Die Nutzer mobiler Endgeräte verwenden erwiesenermaßen andere Keywords, als Desktop-Nutzer. Die Keywords für eine mobile Webseite können somit in entscheidenden Punkten von der stationären Webseite abweichen. Um auch mobil in den Suchmaschinen-Rankings ganz oben zu erscheinen, sollte geprüft werden, ob sich der mobile Traffic auf Short-Head Keywords optimieren lässt. Short-Head Keywords sind deutlich trafficstärker als Ultra Long-Tail Keywords. Die mobilen Websites dürfen nicht mit zu viel Content überfrachtet werden, da der User mobil viel tippfauler ist als am Desktop-Gerät. Lange Keyword-Kombinationen werden mobil viel seltener hoch gerankt. Der Einsatz von Flash auf mobilen Seiten sollte vermieden werden, da das iPhone-Betriebssystem iOS zu Adobe Flash inkompatibel ist.

Responsive Design: Optimale Sicht auf allen Kanälen

Um die Darstellung von Content auch auf mobilen Endgeräten gewährleisten zu können, sollte zumindest eine m.domain.de oder www.domain.de/mobile- Version der Website eingerichtet werden. Mobile-friendly oder Mobile-dedicated: So schafft man einfache Usability, simples Layout und hohe Performance. Während mobile-friendly nur die kompatible Darstellung bezeichnet, bezieht mobile-dedicated auch die Veränderung technischer Gegebenheiten mobiler Endgeräte wie beispielsweise die Nutzung von GPS-Sensoren, Bewegungssensoren oder Berührungsempfindlichkeit mit ein. Hans J. Even, Geschäftsführer von TWT Interactive, sagt: „Wenn relevanter mobiler Traffic gegeben ist, sollte man unbedingt prüfen, ob sich die Umstellung auf Responsive Design lohnt. Das ist häufig schon bei 15 Prozent und mehr der Fall, da die mobilen Anfragen aus konkreten Bedürfnissituationen auf Kundenseite bestehen. Eine formatgerechte, lese- und nutzerfreundliche Darstellung durch Responsive Design erschließt dieses Bedarfspotential und bringt Unternehmen noch näher an ihre Kunden.“

Lokal ist Trumph

Mobil wird nach kurzen Wegen und schnellen Inhalten gesucht. Keywords in Kombination mit Städtenamen werden besonders oft mobil gesucht. Die Suchanfragen für Preisvergleiche, Reservierungen oder Produktinformationen nehmen hier den Spitzenplatz ein. Location Based Services lautet das Zauberwort: Die obersten Rankingplätze bei Google Places zu erreichen, ist für lokale Anbieter also besonders attraktiv. Hier schlummert Potenzial, das für regionale Inhalte und Werbeangebote noch weiter ausgeschöpft werden kann. Ein Drittel aller Suchanfragen nach einem Restaurant werden bereits von einem Mobiltelefon aus abgeschickt.

(Hans-Jürgen Even)


 


 

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