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CO2-Einsparung

N-ERGIE achtet auf Energieeffizienz im Rechenzentrum

Durch die Umsetzung neuer Strategie-Konzepte konnte die N-ERGIE AG den Strombedarf für ihre Rechenzentren innerhalb von zwei Jahren um 66 Prozent senken. Damit verringert sich der Kohlendioxidausstoß um jährlich rund 3.000 Tonnen.

In den meisten Rechenzentren wird die Kapazitätssteigerung auch heute noch über ein kaum mehr zu kontrollierendes Wachstum der Hardware betrieben. Bei N-ERGIE betrug die Auslastung ihrer 120 Server mit 240 Prozessoren nur 15 bis 20 Prozent. Pro Jahr verbrauchten diese Prozessoren etwa 750.000 Kilowattstunden (kWh) Strom. Da die kompakte Bauweise der Server viel Wärme erzeugt, war für die Kühlung der Prozessoren noch einmal dieselbe Strommenge erforderlich.

Mitte des Jahres 2006 unternahm das N-ERGIE Tochterunternehmen itecPlus GmbH mit einer Server-Virtualisierung den ersten Schritt hin zu einem moderneren Rechenzentrum. Die Rechenprozesse laufen dort in einer virtualisierten Umgebung ab: eine intelligente Steuerungssoftware weist den virtuellen Maschinen genau die reale Prozessorleistung aus einem Pool zu, die benötigt wird. Ist der Arbeitsschritt abgeschlossen, steht diese wieder anderen Rechenprozessen zur Verfügung Aufgrund dieser Technik konnte die Anzahl der Prozessoren auf 72 gesenkt werden, deren Auslastungsgrad derzeit bei rund 70 Prozent liegt.

Alle Server der itecPlus verfügen über modernste Prozessor-Technologien. Dadurch benötigen sie erheblich weniger Energie und reduzieren somit den Stromverbrauch pro Jahr und Server um ca. 41.000 kWh. Damit werden pro Rechner 25 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart. Durch die geringere Leistungsaufnahme erzeugt die neue Rechner-Technologie weniger Abwärme und senkt demzufolge den Klimatisierungsbedarf. Weiter arbeitet die N-ERGIE derzeit daran, auch bei den Endgeräten energieeffizientere Systeme einzuführen, den so genannten Thin Client, den virtuellen Computer.

Seit Ende 2007 rüstet die N-ERGIE beginnend mit den Außenstellen in der Region schrittweise ihre Mitarbeiter mit dem virtuellen PC aus. Diese neuen Endgeräte sind nur noch für die Ergebnisdarstellung am Monitor zuständig, während die Verarbeitung bei allen Anwendungen direkt auf einem Server im Rechenzentrum stattfindet. Deshalb benötigen sie nur ein Zehntel des Stromverbrauchs eines Computers.


(Redaktion)


 


 

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