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Netlabels: Musik statt Profit

Nachdem sich Open Source Programme im Internet mehr und mehr verbreitet haben, sind nun auch Musikproduzenten auf die Idee gekommen Musikkompositionen unbekannter Künstler frei zur Verfügung zu stellen. Die sogenannten Netlabels bieten GEMA-freie Musik auf nicht-kommerzieller Basis.

Internet – Netlabelism gehört zu den aktuellsten Clous im Netz. Mit Netlabels ist es jetzt einfach, Musik frei aus dem Web zu beziehen und zu verbreiten. Dahinter verstecken sich selbstorganisierte, nicht-kommerzielle Musiklabels, die die Musik verschiedener Künstler kostenfrei zur Verfügung stellen. Die selbstkreierten Melodien unterstehen dabei nicht der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte – kurz GEMA.

Netlabels funktionieren genauso wie kommerzielle Musiklabels, nur nehmen die Halter kein Geld dafür. In diesem Sinne unterscheiden sie sich nicht von anderen Open Source Programmen im Internet. „Die Grundintension vom Label ist einfach etwas anderes – uns geht es um Musik.“ meint Produzent Joel Enzo von prozent-music.net. %prozent-music ist eine der wachsenden Netlabelseiten. Die Kreativen dieses Musiklabels sehen ihre Idee als Unterstützung unbekannter Musiker und vor allem als Ausübung einer Leidenschaft. „Es ist natürlich die Idee den Künstlern zu helfen und ihre Musik weltweit zu verbreiten.“ so Kero einer der Köpfe von %prozent-music. Ein weiterer Pluspunkt für die Künstler sei, dass man viel mehr Musik auskoppeln und sich so ein sehr gutes Sprungbrett für die Musikindustrie schaffen könne. Dabei können die Künstler natürlich ihrem eigenen Stil treu bleiben. Vornehmlich findet man bei den Labels Musikrichtungen wie Elektro, aber auch Independence, Spoken Word und Modern Jazz.

Allerdings könne man mit der Idee nicht das große Geld machen: „Was raus kommt, ist auf jeden Fall kein Geld, sondern das Gefühl etwas Gutes zu tun.“ resümiert Enzo. Im Gegensatz zum großen Reichtum ist das fertige Produkt eine Vielfalt an kostenloser Musik, die allen Nutzern und Musikliebhabern frei zur Verfügung steht. Es ist wohl gerade diese Idee, mit der sich die Netlabels von den kommerziellen Musiklabels unterschieden: Musik statt Profit.

Auch für andere Video- und Animationskünstler sind die Netlabels eine Errungenschaft. Von den Labels können sie nun Hintergrundmusik erwerben, ohne die rechtlichen Lizenzen dafür bezahlen zu müssen. Auf den Internetseiten www.pentagonik.de, www.tonkulturberlin.com oder www.discogs.com finden sich feine Melodien für alle Ohren. Jetzt heißt es für junge Künstler also ab ins Internet, suchen und herunterladen.

(Katrin Hartmann)


 


 

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