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Telefonwerbung

Neue Regelungen gegen unerwünschte Telefonwerbung

Neue Regelungen im Kampf gegen unerwünschte Telefonwerbung treten nach Angaben der Verbraucherzentrale Berlin e.V. heute in Kraft.

Per Gesetz ist Telefonwerbung schon seit Jahrzenten als unlauter gekennzeichnet, seit 2004 ist sie sogar wegen unlauteren Wettbewerbs verboten, wenn sie nicht ausdrücklich vom Kunden gewünscht ist. Heute treten neue gesetzliche Regelungen in Kraft, die dem einen Riegel vorschieben soll.

Die seit heute geltenden Neuregelungen bringen einige wichtige Verbesserungen:
1. Verbraucher müssen die Einwilligung vorher ausdrücklich erteilen.
2. Für Werbeanrufe ohne die erforderliche Einwilligung können Bußgelder von bis zu 50.000 Euro verhängt werden.
3. Werbung treibende Unternehmen dürfen bei Werbeanrufen die Rufnummer nicht unterdrücken.
4. Die Rufnummernunterdrückung bei Werbeanrufen kann mit Bußgeldern bis zu 10.000 Euro geahndet werden:
5. Für telefonisch geschlossene Verträge über Zeitungen, Zeitschriften oder Illustrierte steht Verbrauchern jetzt auch ein Widerrufsrecht zu:
6. Gleiches gilt für telefonisch geschlossene Verträge über Wett- und
Lotteriedienstleistungen.
7. Das Widerrufsrecht erlischt bei Dienstleistungsverträgen vor Ablauf der Widerrufsfrist nicht mehr, wenn mit der Dienstleistung auf Kundenwunsch begonnen wurde, sondern nur dann, wenn der Vertrag auf Wunsch des Kunden von beiden Seiten vollständig erfüllt worden ist.
8. Soll bei bestehenden Verträgen für Telekommunikationsdienstleistungen, Strom oder Gas ein Anbieterwechsel stattfinden, so muss die Kündigung des Verbrauchers oder dessen Vollmacht dazu dem bisherigen Anbieter in Textform (Brief, Fax oder E-Mail) vorliegen.

Unerwünschte Werbeanrufe können bei der

Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen
Schütt 13, 67433 Neustadt
Fax: 06321-93 41 11
Telefon: 0291/99 55-206
E-Mail: [email protected]

und bei der

Verbraucherzentrale Berlin e.V.
Hardenbergplatz 2, 10623 Berlin
Fax: 030/211 72 01
E-Mail: [email protected]

gemeldet werden.

Bei Firmenkontakten, bei denen die Angabe einer privaten Telefonnummer gefordert wird, dem Verbraucher aber nicht erforlicher oder sinnvoll erscheint - wie bei Gewinnspielen - können spieziell Berliner Verbraucher die Nummer 030/213 15 91 angeben. Dort gilt die Regel "Kein Abschluss unter dieser Nummer".

(Redaktion)


 


 

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