Weitere Artikel
Forschung

Nobelpreis für Ex-Erlanger

Am 10. Dezember wird Prof. Dr. Harald zur Hausen in Stockholm mit dem Medizin-Nobelpreis für die Entdeckung der humane Papillomviren (HPV) geehrt, die Gebärmutterhalskrebs auslösen können. Wichtige Grundlagen dafür hat der Mediziner in seiner Zeit an der Universität Erlangen-Nürnberg geschaffen, wo er von 1972 bis 1977 das Institut für Klinische Virologie leitete.

 Vor seinem Ruf nach Franken hatte zur Hausen u.a. in den USA geforscht und in der rennommierten Fachzeitschrift Nature publiziert. Als erster Direktor des Instituts für Virologie prägte er entscheidend die Forschungsaktivitäten im Bereich der Infektion und Entzündung, unter anderem mit dem Einwerben eines Sonderforschungsbereiches zur Methodenforschung zur Früherkennung des Krebses.

„Professor zur Hausen betont oft, wie dankbar er für die Unterstützung ist, die er an der Universität Erlangen-Nürnberg erfahren hat. Er beschreibt seine Erlanger Zeit als für ihn sehr prägend“, sagt sein Nachfolger in Erlangen, Prof. Dr. Bernhard Fleckenstein, der seit 1978 das Institut für Klinische und Molekulare Virologie leitet.

Auch nach seinem Weggang blieb Professor zur Hausen der Universität Erlangen-Nürnberg eng verbunden. Von 1998 bis 2002 war er Mitglied im Hochschulrat der Universität. 2002 wurde er zum Ehrensenator der Universität ernannt. 2005 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Medizinischen Fakultät - in Anerkennung seiner großen Verdienste auf dem Gebiet der virus-induzierten Karzinogese sowie der seit langem bestehenden wissenschaftlichen und menschlichen Verbindungen zur Medizinischen Fakultät.

(Redaktion)


 


 

professor zur hausen
nobelpreis
erlangen
medizin
gebärmutterhalskrebs

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "professor zur hausen" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: