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Führungswechsel

Novartis-Chef Vasella tritt zurück

Der bisherige Novartis-Vorstandsvorsitzende Daniel Vasella wechselt als Präsident in den Verwaltungsrat des Unternehmens. Mit seinem Rückzug verlassen auch weitere Weggefährten den Pharmakonzern, darunter auch Jörg Reinhardt, der zuletzt als potenzieller Nachfolger von Vasella galt.

Der Verwaltungsrat, dem unter anderen der frühere Henkel-Vorstandsvorsitzende Ulrich Lehner und Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking angehören, entschied sich bereits am Montagnachmittag völlig überraschend gegen Reinhardt und für Joe Jimenez. Der Amerikaner leitete bei Novartis zuletzt das klassische Pharmageschäft und war zuvor Europa-Chef des Nahrungsmittelkonzerns Heinz.

Der Rückzug von Vasella markiert eine Zäsur bei Novartis. Der Manager sorgte aufgrund seines hohen Gehalts immer wieder für heftige Auseinandersetzungen in der Schweiz. So verdiente er im Geschäftsjahr 2009 umgerechnet 14 Millionen Euro. „Nach 14 Jahren als Vorstandsvorsitzender ist nun der richtige Zeitpunkt, den im Jahr 2008 begonnenen, sorgfältig geplanten Nachfolgeprozess abzuschließen“, so Vasella.

Vasella hatte Novartis in seiner Zeit als Chef entscheidend mitgeprägt. Die Umsätze des Konzerns sind in der Zeit zwischen 1997 und 2009 von 21,5 auf 44,3 Milliarden Dollar gestiegen, der Konzerngewinn stieg von 3,5 auf 10,3 Milliarden Dollar. Die Zahl der Mitarbeiter wurde durch Zukäufe um rund 15.000 auf mehr als 100.000 gesteigert. Heute gilt Novartis als einer der profitabelsten Pharmakonzerne der Welt.

(Redaktion)


 


 

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