22.02.2012  16:03 Uhr

Stellenabbau
Aus für NSN: Mitarbeiter wollen bei Siemens unterkommen

Mittelfranken. Der Umbau des Gemeinschaftsunternehmens Nokia Siemens Networks führt voraussichtlich zur Schließung des Nürnberger Standortes. 39 Mitarbeiter der mittelfränkischen Dependance nehmen nun die Konzernmutter in die Pflicht.

Vor der Münchner NSN-Zentrale demonstrierten rund 500 Mitarbeiter mit Trillerpfeifen und Transparenten. Ihre Botschaften lauteten etwa „Wir gehören zur Familie“ oder „Siemens wir kommen“. Gewerkschaften fordern von Siemens indes, Verantwortung für das Gemeinschaftsunternehmen zu übernehmen und die Arbeitsplätze zu sichern.

Die Schließung des Nürnberger NSN-Standortes ist Teil eines Konzeptes, das der finnische Handyhersteller Nokia und der Technologiekonzern Siemens bereits vor drei Wochen gemeinsam angekündigt hatten. Demnach sollen weltweit 17.000 Stellen wegfallen, bundesweit wären davon 2.900 von 9.100 Stellen betroffen. Nach Angaben einer Unternehmenssprecherin seien die Nürnberger Mitarbeiter hauptsächlich im Verkauf und im Service tätig. Ausschlaggebend für die Schließung des fränkischen Standortes sei, dass dieser durch das Raster der Kriterien gefallen ist, die das Unternehmen sich selbst für den Umbau vorgegeben habe. Zu den Forderungen der Demonstranten hat sich Siemens bislang nicht geäußert.


 

(Redaktion)

Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © Siemens



 


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