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Öffentliche Finanzen

Nürnberg plant Sparpaket bis 2015

Die Finanzkrise schlägt nun auch auf die Einnahmen der Städte und Kommunen durch: Die Stadt Nürnberg plant bis 2015 Einsparungen von 50 Mio. € in allen Bereichen. Dennoch wachsen die Investitionen auf das Rekordniveau von 515,7 Mio. €, gleichzeitig wächst der Schuldenberg auf 1,18 Milliarden €.

Wie Business On Mittelfranken bereits an anderer Stelle berichtete, rechnet die Stadt aufgrund der anhaltenden Finanzkrise mit sinkenden Gewerbesteuereinnahmen für das kommende Jahr. Stadtkämmerer Harald Riedel (SPD) plant zur Begrenzung der Neuverschuldung ein Sparpaket.

Konkret will die Stadt höhere Einnahmen aus ihren Beteiligungen am Städtischen Klinikum, dem Stromversorger N-Ergie, der Sparkasse sowie in einem weiteren Schritt von der VAG erzielen. So kommen laut Plan 2009 schon 13,8 Mio. € zusammen.

Externe Berater sollen zudem die verwaltungsinternen Prozesse entschlacken und so noch einmal 5 Mio. € Einsparpotenzial aktivieren. Darüber hinaus streicht die Stadt 60 Stellen "bei überplanmäßigen Kräften". Zusammen mit längeren Arbeitszeiten in der Verwaltung können so insgesamt 1,65 Mio. € eingespart werden.

Auch im Etat wird gekürzt: Im Sozialbereich sollen Transferleistungen für 2,5 Mio. € wegfallen, der Zuschuss zum Staatstheater um 1 Mio. € sinken und die Feuerwehren durch eine Zusammenlegung der Wache noch einmal 800.000€ sparen.

Darüber hinaus schlägt Riedel den Verkauf des Pellerschlosses (300.000 €) vor und fordert insgesamt schlankere Strukturen für die "moderne Stadtverwaltung der Zukunft" ein, was noch einmal zehn Mio. € Ersparnis bringen soll.

(Redaktion)


 


 

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