Weitere Artikel
Messestadt Nürnberg

61. Nürnberger Spielwarenmesse: „In der Krise sparen die Leute zuletzt an ihren Kindern.“

Die Nürnberger Spielwarenmesse findet im Jahr 2010 zwischen 4. und 9. Februar bereits zum 61. Mal statt. Bei der heutigen Eröffnungspressekonferenz der präsentierte sich die Branche trotz Wirtschaftskrise gestärkt. Kinder seien in vielen Ländern der Welt eine stetig wachsende Zielgruppe, hieß es. Auch einige Neuerungen der Branche wurden bereits präsentiert.

Ein Schwerpunkt der Spielwarenmesse wird in diesem Jahr auf Kinder im Alter von null bis zwei Jahren gelegt. Diese Zielgruppe hat derzeit an den Gesamtumsätzen einen Anteil von 16,7 Prozent – dieser sei allerdings noch ausbaufähig, wie Werner Lenzner, Director Central Europe des Marktforschungs- unternehmens npdgroup deutschland GmbH mitteilt. In Deutschland sind diesbezüglich nach wie vor traditionelle Spielzeuge gefragt, das bevorzugte Material ist Holz. Gerade in Südeuropa wird aber immer häufiger Plastik bevorzugt. Ein großer Vorteil der Zielgruppe: Spielzeug für Kleinkinder wird häufig bereits zur Geburt gekauft – so existiert für diese Artikel keine saisonale Bindung. Bei der Messe ist  für Babyartikel die gesamte Halle 2 reserviert.

Fachhandel weiter Nummer 1

Eine Frage beschäftigt die Spielwarenbranche jedes Jahr aufs Neue: Wo informieren sich Konsumenten über Spielzeug und wo wird es schließlich gekauft. Informationsquelle Nummer 1 ist hier nach wie vor die Einkaufsstätte selbst, dicht gefolgt von Mundpropaganda und Prospekten der Händler. Erst auf dem fünften Platz finden sich Internetquellen, Fernsehwerbung und Blogs landen schließlich auf den letzten Plätzen. Spielzeug wird darüber hinaus nach wie vor am häufigsten in Fachgeschäften eingekauft. Dennoch gewinnt auch in diesem Segment der Internethandel an Relevanz. „Beim stationären Handel sind schon ein Drittel der Händler auch mit einem Online-Shop ausgestattet. Umgekehrt, und das hat uns überrascht, planen auch 30 Prozent der Online-Händler in den stationären Handel zu gehen“, erklärt Christian Ulrich, Director Marketing & Communiction der Spielwarenmesse.

Der Markt für Spielwaren wächst weltweit. In Deutschland kann die Branche ein Umsatzwachstum von fünf Prozent verzeichnen, aber auch in anderen Ländern gibt es kaum ein Anzeichen von Schwäche. „Es gibt kaum Märkte, in denen das Wachstum signifikant nach unten gegangen ist. Es zeigt sich einmal mehr: In der Krise sparen die Leute zuletzt an ihren Kindern“, sagt Lenzner. „Es gab auch bislang keinen Trend zur billigen Eigenmarke . Marke steht auch im Jahr 2010 für Qualität und Wachstum“, so Lenzner weiter. Auch ein Aufhellen der Stimmung bei den Konsumenten sei zu erwarten. „Der Spielwarenmarkt kommt gestärkt aus der Krise. Auch große Konkurrenz durch Videospiele befürchten wir nicht.“

Stabile Teilnehmerzahl

Bei der Nürnberger Spielwarenmesse werden sich im Jahr 2010  2.625 Aussteller aus insgesamt 64 Ländern einfinden, darunter 272 neue Unternehmen. Zwar ist die Besucherzahl bereits im Krisenjahr 2009 um fünf Prozent geschrumpft und es gibt hinsichtlich der internationalen Repräsentanz der Aussteller einige kleinere Verschiebungen, insgesamt könne die Messe aber stabile Kontingente aus aller Welt präsentieren. Unter den angebotenen Produkten wird auch in diesem Jahr das technische Spielzeug dominieren – aber auch die Begeisterung für Klassiker wie Modelleisenbahnen ist ungebrochen.

In verschiedenen Kategorien wird wie bei den Nürnberger Spielwarenmessen der vergangenen Jahre der Toy Innovation Award verliehen. Ganz im Zeichen der Zeit gibt es neben klassischen Rubriken wie Trend & Lifestyle oder Emotion & Erlebnis auch eine neue Kategorie: Ökologie und Umwelt. Nominiert sind hier das GEOline Power-House des Frankh-Kosmos Verlages, mit dem Kinder spielend alles über regenerative Energien lernen können, die Disney Solar Friends von IMC Deutschland, kleine Figuren zum Sammeln, die via Solarenergie aufgeladen werden können und die Steiff Bio Baby Serie – klassische Steiff-Plüschtiere die aus rein naturbelassenen Materialien und ohne künstliche Stoffe hergestellt werden.

(Markus Grundmann)

(Redaktion)


 


 

spielwarenmesse
nürnberg
hauptpressekonferenz
trends
zahlen
unternehmen
aussteller
besucher
toy innovation award

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "spielwarenmesse" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: