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Erneuerbare Energien

Solar Millennium AG, OHL Industrial und RREEF Infrastructure schließen Finanzierung für Arenales-Projekt in Spanien ab

Solar Millennium kann den vierten erfolgreichen Finanzierungsabschluss auf dem spanischen Markt verbuchen. Die Finanzierung der Bau- und Investitionskosten erfolgt größtenteils durch Bankenkredite. Das fünfte solarthermische Kraftwerk der Erlanger in Spanien soll bereits 2013 ans Netz gehen.

Solar Millennium hat gemeinsam mit dem Unternehmen OHL Industrial 49 Prozent der Projektgesellschaft des geplanten 50-Megawatt-Kraftwerks Arenales an eine Tochtergesellschaft des RREEF Pan-European Infrastructure Fund, L.P. veräußert. Der Erwerb erfolgt durch den RREEF Pan-European Infrastructure Fund, L.P. über dessen Tochtergesellschaft Fronterasol B.V. Die übrigen 51 Prozent verbleiben bei Solar Millennium (26 Prozent) und OHL (25 Prozent). Parallel dazu wurden auch der Finanzierungsvertrag mit einer Gruppe von Banken aus Spanien und Frankreich und der Generalunternehmervertrag mit der OHL Gruppe unterzeichnet. Rund drei Viertel der Bau- und Investitionskosten werden durch einen Bankenkredit finanziert, der Rest anteilig durch die Projektgesellschafter. Den Bau des Kraftwerks übernimmt die Ecolaire Espana S.A., ein Unternehmen der OHL Gruppe, als Generalunternehmer. Die baubegleitende Projektentwicklung und - steuerung wird von Milenio Solar, dem spanischen Tochterunternehmen der Solar Millennium Gruppe durchgeführt. Die Technologietochter Flagsol GmbH verantwortet im Auftrag des Generalunternehmers den Bau des thermischen Speichers und des Wärmeträgerflüssigkeits-Systems.

Mit den ersten bauvorbereitenden Maßnahmen haben die Partner bereits begonnen. „Arenales ist bereits unser fünftes solarthermisches Kraftwerk in Spanien. Mit dem Finanzierungsabschluss haben wir nun unser erstes Teilziel für das laufende Geschäftsjahr erreicht. Die schnelle Umsetzung vom Kauf des Projekts zum Finanzierungsabschluss ist ein Beispiel für die angestrebte Verstetigung von Umsatz und Ergebnis durch Projekte mit kürzeren Investitionsrückflüssen. Darüber hinaus bietet die Partnerschaft mit OHL eine hervorragende Grundlage für mögliche Kooperationen in weiteren Projekten“, so Dr. Christoph Wolff, Vorstandsvorsitzender von Solar Millennium. Das Arenales-Projekt ist durch die spanische Regierung präregistriert. Somit ist die Vergütung des erzeugten Stroms nach dem spanischen Einspeisegesetz für erneuerbare Energien gesichert. Ab 2013 soll das Kraftwerk dann Strom ins spanische Netz einspeisen. OHL und Solar Millennium hatten Arenales erst im April 2011 von Fotowatio Renewable Ventures übernommen.

„Durch den hohen Anteil an Fremdkapital ist die Finanzierung unseres Eigenkapitalanteils ohne Emission eines Fonds aus eigenen Mitteln möglich“, so Wolff weiter, „im Sinne unseres Geschäftsmodells schließen wir aber auch einen Verkauf weiterer Projektanteile nicht aus.“ Arenales soll in der Nähe der Stadt Morón de la Frontera in der Provinz Sevilla in Andalusien entstehen. Die Anlage soll rund 150.000 Menschen mit klimafreundlichem Strom versorgen. Dank eines thermischen Speichers kann dieses Kraftwerk wie die Andasol-Anlagen auch planbar Solarstrom nach Sonnenuntergang bereitstellen. Über den Verkaufspreis für die Projektgesellschaftsanteile wurde mit allen Parteien Stillschweigen vereinbart. Der Anteilsverkauf steht noch unter der aufschiebenden Bedingung der Zustimmung durch die europäischen Kartellbehörden

(Redaktion)


 


 

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1 Kommentar

von Schatz
04.08.11 01:06 Uhr
Solar Millennium

Solar Millennium Ibersol Fonds im Test bei Finanztest auf Testberichte.de: „Fragwürdiges Konzept mit extrem hohen Kosten. Indirektes Investment über mehrere Zwischengesellschaften in ein spanisches Solarkraftwerk, unübersichtliche Kostenverteilung, Renditeprognose fraglich, Risiko steigender Kreditzinsen aufgrund der hohen Kreditaufnahme.“

 

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