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Entfernungspauschale

Pendler werden kurz gehalten - ADAC fordert Rückkehr zur bis 2006 geltenden Regelung.

Während die Kürzungen bei der Entfernungspauschale zu Beginn des Jahres 2007 dem Staat jährliche Mehreinnahmen in Höhe von rund 2,5 Milliarden Euro bescheren, müssen die Pendler im Gegenzug seitdem empfindliche finanzielle Einbußen verkraften.

Die dramatische Verteuerung von Kraftstoffen in den vergangenen Jahren hat zu einer zusätzlichen Verschärfung der Situation der Pendler geführt. ADAC-Vizepräsident für Verkehr Ulrich Klaus Becker: „Die jetzige Regelung kommt einem Aderlass gleich. Eines darf die Politik nicht vergessen: Wer flexible und mobile Arbeitnehmer will, muss bei der Besteuerung auch die Arbeitswegkosten angemessen berücksichtigen.“ Laut Club ist es nicht nur erforderlich, die alte, ab dem ersten Kilometer geltende Entfernungspauschale wieder einzuführen. Angesichts der gestiegenen Mobilitätskosten muss auch der bisherige Satz von 30 Cent je Doppelkilometer spürbar erhöht werden. Zudem führt dies auch zu einer Stärkung der Kaufkraft. Über die Verfassungsmäßigkeit der derzeitigen Regelung entscheidet am morgigen Dienstag das Bundesverfassungsgericht.

Nach Berechnungen des ADAC konnte 1998 ein Arbeitnehmer mit Steuerklasse I und einem Jahreseinkommen von 40 000 Euro bei einem täglichen Arbeitsweg von einfach 25 Kilometer seine Einkommensteuerlast um 822 Euro reduzieren. Damals gewährte das Finanzamt ab dem ersten Kilometer umgerechnet 35,8 Cent Pauschale und der Liter Kraftstoff kostete 81 Cent (Super) beziehungsweise 58 Cent (Diesel). 2006 konnte derselbe Arbeitnehmer seine Steuerlast aufgrund der Fahrtkosten nur noch um 628 Euro reduzieren, da der Fiskus die Pauschale mittlerweile auf 30 Cent gekürzt hatte. 2007 und 2008 kann die Steuer dagegen nur noch um 127 Euro verringert werden, da die ersten 20 Kilometer jetzt unter den Tisch fallen und somit nur noch fünf Kilometer absetzbar sind. Der überwiegende Teil der Arbeitswegkosten bleibt damit unberücksichtigt.

Während sich die Absetzbarkeit der zur Einkommenserzielung erforderlichen Aufwendungen in den vergangenen zehn Jahren deutlich verschlechtert hat, sind die Arbeitswegkosten bei Nutzung eines Pkw dramatisch gestiegen. Zurückzuführen ist dies vor allem auf deutlich höhere Kraftstoffpreise und die erhöhte Mineralölsteuer. So sind nach Angaben des ADAC die jährlichen Kosten für Kraftstoff für einen Benziner bei einer Fahrstrecke von einfach 25 Kilometer seit 1998 trotz rückläufigen Verbrauchs von durchschnittlich 784 Euro auf 1 254 Euro im Jahr 2008 geklettert. Für Fahrer von Diesel-Pkw haben sich die Ausgaben sogar mehr als verdoppelt: Nach 466 Euro 1998 stiegen sie auf durchschnittlich 995 Euro im Jahr 2008.

(ADAC)


 


 

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