16.02.2012  17:41 Uhr

Bilanzpressekonferenz
Puma: Der ewige Dritte macht Rekordumsatz

Mittelfranken. Nike und adidas sind zwar mit großem Abstand auf den ersten beiden Plätzen, aber drittgrößter Sportartikelhersteller will Puma dennoch bleiben. Der neue Puma-Chef Franz Koch konnte auf seiner ersten Bilanzpressekonferenz ein Rekordergebnis von drei Milliarden Euro Umsatz verkünden. Damit geben sich die Herzogenauracher aber nicht zufrieden – bis 2015 will der Sportartikelhersteller die Vier-Milliarden-Marke passieren.

Dank eines Wachstums in allen Regionen um 11,2 Prozent steigerte Puma seine Erlöse auf knapp 3,01 Milliarden Euro und erzielte ein operatives Ergebnis (EBIT) von 333,2 Millionen Euro. Doch auf den Zahlen will sich der Konzern nicht ausruhen, bis 2015 hat er noch Einiges vor. Schon für das laufende Jahr sieht der Wachstumsplan einen Zuwachs im hohen einstelligen Bereich vor. Puma solle wieder „in“ werden, wie vor einigen Jahren noch, so Koch. „Es ist uns nicht verborgen geblieben, dass Puma schon mal heißere Tage hatte“. Eine Neuausrichtung soll dem Unternehmen Wachstum bescheren. „Wir bleiben der Positionierung von Puma als Sportlifestyle-Marke treu", erklärt Koch, doch gleichzeitig wollen die Herzogenauracher ihr sportliches Profil stärken. Das beginnt bei der Sponsorenstrategie. Vor allem im Fußball wurde jüngst in neue Spieler und Teams investiert. So nahm der Sportartikelhersteller Sergio Agüero und Yaya Toure von Manchester City und Barcelona-Star Cesc Fabregas unter Vertrag. Südafrika, bisher ein adidas-Team, wird künftig in Trikots von Puma auf den Platz laufen, ebenso wie der Deutsche Meister Borussia Dortmund. Aber auch von den sportlichen Großereignissen Fußball-EM und Olympiade will der Sportartikelhersteller profitieren.

Im laufenden Jahr wollen die Herzogenauracher Investitionen in Höhe von 80 Millionen Euro tätigen. Mehrausgaben für Marketing, Design und Innovationen sind geplant. Daneben soll in die Expansion in Schwellenländern, in effizientere Geschäftsprozesse und IT-Systeme investiert werden. Ferner will Puma den eigenen Einzelhandel vorantreiben. Die Zielvorgabe bleibt bei 20 Prozent. Im vergangenen Jahr erwirtschafteten die Herzogenauracher 17,1 Prozent des Konzernumsatzes über die Puma-Läden und kamen damit diesem Ziel schon sehr nahe. Zwar wurden auch unrentable Filialen geschlossen, unterm Strich aber habe es mehr Neueröffnungen gegeben, wie Koch versicherte. Auch in zusätzliches Personal soll investiert werden, allein in der Konzernzentrale in Herzogenaurach soll die Mitarbeiterzahl in diesem Jahr um etwa 70 Beschäftigte steigen.


 

(Redaktion)

Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © Puma SE



 


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