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Reise und Auslandsjahr

Jung, weiblich, intelligent sucht … Auslandszeit

Sie sind im Durchschnitt 22 Jahre alt, 73 Prozent sind Frauen und sie haben häufig mindestens das Abitur als Schulabschluss. Die Daten von gut 700 Teilnehmern wertete eine Studie aus, die die INITIATIVE Auslandszeit zusammen mit der Universität Bielefeld zum Informations- und Planungsverhalten junger Menschen im Vorfeld einer Auslandszeit durchführte. Rechtzeitig zur ITB in Berlin liegen jetzt erstaunliche Ergebnisse vor.

Im Vordergrund der Befragung, die über das Onlineportal www.auslandsjob.de sowie weitere der 12 Portale der INITIATIVE Auslandszeit, durchgeführt wurde, standen eine Reihe von Fragen zum Planungsverhalten junger Menschen, die vor haben, eine Zeit lang ins Ausland zu gehen. Welche Gründe und Motive für einen Auslandsaufenthalt gibt es, in welchem Alter ist welche Form des Auslandsaufenthalts am beliebtesten, gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede oder andere soziodemographischen Faktoren, die bei der Planung eine Rolle spielen? Allein die Auswertung der Teilnehmer der Befragung ist interessant: 73 Prozent sind Frauen, die Alterspanne rangiert zwar von 15 bis 60 Jahren, liegt aber im Durchschnitt bei 22 Jahren und zwei Drittel Teil der Befragten haben ein Abitur oder Fachabitur oder einen Hochschulabschluss in der Tasche. Weniger als ein Prozent haben einen Hauptschulabschluss und gerade einmal 20 Prozent sind berufstätig. 


Es sind also die weiblichen und häufig höher gebildeten „digital natives“, die sich generell Gedanken über einen Auslandsaufenthalt machen. Sie haben gerade das Abitur gemacht oder sind vor dem Studium, in der Situation des klassischen „Gap-Jahres“ zwischen den Lebensabschnitten.

Work & Travel vor Freiwilligenarbeit
Eine wichtige Frage für junge Menschen, die vor der Entscheidung stehen, ins Ausland zu gehen, lautet: „Was will ich eigentlich im Ausland machen?“ Auch hier findet die Studie klare Antworten: Sowohl bei den weiblichen als auch bei den männlichen Befragten ist „Work & Travel“, also die Verbindung von Jobben und Herumreisen, die beliebteste Form des Auslandsaufenthalts (42 Prozent), dicht gefolgt von dem Wunsch, im Ausland Freiwilligenarbeit zu leisten (25 Prozent). Farmarbeit, Auslandsjob, Auslandssemester, Au Pair oder Sprachreisen teilen sich auf der Beliebtheitsskala die verbleibenden rund 30 Prozent.

Bildungsbedingte Motive überwiegen
Die in der medialen Diskussion in den vergangenen Monaten im Zusammenhang mit der Freiwilligenarbeit häufig aufgeworfene These, junge Menschen wollten mit dem Auslandsaufenthalt in erster Linie den eigenen Lebenslauf aufpolieren, konnte die Studie nicht bestätigen. Vielmehr standen „bildungsbedingte Motive“ – Kultur, Sprache, Menschen und Land kennenlernen – weit vor sogenannten „materiellen Bildungswerten“ und der „persönlichkeitszentrierten Motivation“ – also dem Versuch, sich im weitesten Sinne „selbst“ zu finden.

Informationsquelle Internet dominiert vor Mundpropaganda
Fast alle Teilnehmer der Studie (99,5 Prozent) informieren sich über ihren Auslandsaufenthalt im Vorfeld online. 73 Prozent fragen bei ihren Freunden nach. Damit liegen Internet und Mundpropaganda weit vor den Informationsquellen Zeitschrift (42 Prozent), Buch (30 Prozent) und TV (15 Prozent). Aber die Ansprüche an Info-Webseiten wie die der INITIATIVE Auslandszeit sind hoch – sie sollen übersichtlich und gut lesbar, aktuell, ausgewogen und neutral sein.

Gemeinsam oder einsam – Potential für Veranstalter
Klare Zahlen auch bei der Frage, wie junge Menschen ihre Reise am liebsten organisieren möchten: 68 Prozent sagen, sie würden ihre Reise am liebsten selbst organisieren, 18 Prozent bevorzugen eine Auslandszeit mit Freunden und nur 14 Prozent würden ein Komplettpaket bei einem Veranstalter buchen. Dennoch haben auch Reiseveranstalter einen Platz in der Informations- und Planungswelt junger Auslandsreisender: Zum einen ist die Bereitschaft umso größer, je jünger die Befragten sind, ein vielleicht zu erwartendes Resultat. Zum anderen halten knapp 60 Prozent der Befragten Reiseveranstalter für wichtig und sind bereit, für eine gute Betreuung vor Ort mehr Geld auszugeben: Fast 70 Prozent würden wenigstens einige Leistungen wie Anreise und Unterkunft für die erste Woche bei einem Veranstalter buchen. Frank Möller, Gründer der INITIATIVE Auslandszeit: „Dies ist ein klares Zeichen, dass es einen Markt für Veranstalter in den Segmenten „Work & Travel“ und „Freiwilligenarbeit“ gibt. Wir raten Veranstaltern aber auch, insbesondere in exzellente Betreuungsservices zu investieren und das Bedürfnis nach Sicherheit ernst zu nehmen. Zudem werden smarte „Teilpaketierungen“, sogenannte Starterpackages, insbesondere von Work & Travellern verstärkt nachgefragt, es fehlen jedoch auf Veranstalterseite die passenden Angebote.“

(Karoline Bauch)


 


 

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