Siemens
Siemens vor schneller Einigung mit Rosatom
Mittelfranken. Jetzt geht alles plötzlich schneller als gedacht: Hieß es im Sommer noch, Siemens würde das Joint Venture mit Rosatom bis Ende des Jahres abschließen können, nährte Vorstandschef Peter Löscher Spekulationen, dass es bereits in nächster Zeit zu einer Einigung kommen könne.
Erst im März 2009 hatten beide Unternehmen eine erste Absichtserklärung über die Zusammenarbeit in der Atomkraftwerkstechnik unterzeichnet. Die Münchener hatten den strategischen Schwenk Richtung Osten nach der Trennung von Areva eingeläutet. Russlands Energieminister Sergej Schmatko rechnet bei Vertragsunterzeichnung mit Aufträgen in zweistelliger Milliardenhöhe für sein Land. Siemens erhofft sich dadurch neues Know-how im Kraftwerksbau.
(Redaktion)
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Die Franzosen haben Siemens faktisch aus dem Joint- Venture Areva geschmissen, wohl um allein von der starken Marktposition des Unternehmens zu profitieren. Mit der hohen Verschuldung, die sich durch den Auskauf ergeben hat und mit den Problemen beim Bau des ersten EPR in Finnland steht Areva schwach da. Anstelle des von Sarkozy gewünschten "Nationalen Champions" steht ein "isolierter Patient" da.
Rosatom und Siemens können sich ergänzen und insbesondere bei den Druckwasserreaktoren weltweiter Marktführer werden. Siemens kann auf den erfolgreichen Betrieb deutscher Kernkraftwerke sowie des Kernkraftwerkes Gösgen in der Schweiz verweisen. Rosatom vermarktet seine WWER -1000 seit Jahren erfolgreich, Modelle mit 1200 Megawatt und mehr sind in Entwicklung.
Weil die Weltwirtschaftskrise die Wachstumsmärkte China, Indien und Brasilien nur am Rande trifft, ist der Export von Kernkraftwerken weiterhin ein lukratives Geschäft.
Siemens und Rosatom haben die besten Voraussetzungen, sich ein grosses Stück vom Kuchen abzuschneiden.
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