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Ausbildungsbilanz IHK – Berufe

Rückgang bei Stellen und Bewerbern

Insgesamt sind bei den mittelfränkischen IHK-Betrieben 22 944 junge Menschen in Ausbildung. Der Lehrstellenmarkt ist unter den Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen Lage und der Demografie rückläufig.

8.473 neue Ausbildungsverträge wurden in den IHK-Berufen im vergangenen Jahr in Mittelfranken abgeschlossen. Das sind rund 1.000 weniger als im Rekordjahr 2008 und bedeutet einen Rückgang von elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die technischen Berufe, hier vor allem im produzierenden Bereich der Metall- und Elektroberufe waren mit minus 15 Prozent besonders von der Wirtschaftskrise betroffen. Auch die produktionsnahen kaufmännischen Berufe, wie Industriekaufmann/-frau, Kaufmann /-frau für Spedition und Logistikdienstleistungen und der Kaufmann/die Kauffrau im Groß- und Außenhandel hatten deutliche Rückgänge.

Insgesamt waren jedoch die kaufmännischen Berufe mit minus 9,1 Prozent weniger stark von der Wirtschaftskrise betroffen. Bei den Bankkaufleuten (plus 0,6 Prozent) und den Kaufleuten für Versicherungen und Finanzen (plus 6,3 Prozent), wurden sogar mehr Ausbildungsverträge als im Vorjahr abgeschlossen. Durch den demografisch bedingten Rückgang vor allem bei den Hauptschulabgängern hat sich gerade in den Berufen mit relativ hohem Hauptschüleranteil ein zusätzlicher Rückgang ergeben. Beispiele sind Konstruktionsmechaniker/-in, Fachlagerist/-in und Fertigungsmechaniker/-in.

Gesamtsituation zufriedenstellend

Das Ergebnis 2009 ist trotz des Rückgangs noch das Drittbeste der letzten 20 Jahre und belegt das weiterhin hohe Ausbildungsengagement der mittelfränkischen Betriebe. Dies zeigte sich auch bei der Aufnahme der Quelle-Azubis in beispielhafter Weise. IHK-Präsident Prof. Dr. Klaus L. Wübbenhorst sprach allen Ausbildungsunternehmen in Mittelfranken dafür Anerkennung und Dank aus. Gleichzeitig appellierte er an die Betriebe: „Sichern Sie jetzt durch Ausbildung Ihren Nachwuchs, damit Sie auch in Zukunft über gut qualifizierte Fachkräfte verfügen.“

Unversorgte Bewerber und Insolvenz -Azubis

Für die Schulabgänger hat sich die Ausbildungsstellensituation insgesamt nicht verschlechtert. Bei den mittelfränkischen Arbeitsagenturen waren zum 30. September 2009 für 220 unversorgte Bewerber (Vorjahr 219) noch 526 unbesetzte Ausbildungsplätze (Vorjahr 574) gemeldet. Rein rechnerisch standen also für jeden unversorgten Bewerber mehr als zwei Ausbildungsplätze zur Wahl. Um Auszubildende, deren Ausbildungsbetriebe in Insolvenz geraten sind, wird sich die IHK besonders kümmern. Die IHK hat deshalb eine zusätzliche befristete Stelle eingerichtet, die diese jungen Menschen unterstützt, damit sie ihre Ausbildung erfolgreich weiterführen und beenden können.

Perspektive

Das Ausbildungsjahr 2010 wird weiter von der wirtschaftlichen Lage und der demografischen Entwicklung bei den Schulabgängern geprägt sein. In der Prognose für den Lehrstellenmarkt geht die IHK davon aus, dass in den IHK-Berufen die Zahl der neuen Ausbildungsverträge 2010 noch einmal sinken wird. Die Ausbildungsstellensituation für die Schulabgänger wird sich wegen der rückläufigen Zahl der Schulabgänger jedoch nicht im gleichen Maße verschlechtern. Das Ziel des Nationalen Ausbildungspaktes, jedem Ausbildungsfähigen und –willigen ein Bildungsangebot zu machen, wird wieder erreicht werden.

(IHK Nürnberg für Mittelfranken)


 


 

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