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Schaeffler sucht nach Investoren - grünes Licht der EU-Kommission

Im Übernahmepoker um den Reifenhersteller Continental hat die Schaeffler Gruppe jetzt offiziell grünes Licht der EU-Kommission zur Eröffnung des Fusionsüberprüfungsverfahrens bekommen. Parallel sucht der Herzogenauracher Konzern aber nach weiteren Investoren, um im schwierigen Marktumfeld der Finanzkrise die teurer als erwartete Übernahme der Continental zu meistern.

Wie die Financial Times Deutschland in ihrer heutigen Ausgabe berichtet, konzentrieren sich die Franken bei ihrer Kapitalakquisation besonders auf Staatsfonds aus dem arabischen Raum. Gleichzeitig lehnt Miteigentümerin Marie-Elisabeth Schaeffler eine Minderheitsbeteiligung an der Schaeffler-Gruppe aber ab.

Dies nährt Spekulationen, wonach der Familienkonzern Teile der Continental wird verkaufen müssen. Im Rahmen der Übernahmeverhandlungen war aber eine Bestandsgarantie für die verschiedenen Geschäftssparten der Hannoveraner ausgemacht worden. Kürzlich wurde bekannt, dass der DAX-Konzern seine Reifensparte verkaufen möchte, wohinter wiederum die Schaeffler-Gruppe als treibende Kraft vermutet wurde.

Hintergrund der Überlegungen sind die Begleitumstände der Conti-Übernahme. Nachdem Schaeffler mit 75 € pro Aktie den Anteilseignern ein großzügiges Angebot gemacht hatte, wurden den Franken mehr als 82% der Conti-Aktien angeboten. Die Folge: Neue Schulden in Höhe von mehr als 10 Mrd.€. Auch die Conti hatte sich mit der Übernahme von Siemens VDO Schulden in einer niedrigen zweistelligen Milliardenhöhe eingehandelt. Parallel sank der Kurs des Reifenherstellers seit der Übernahmeschlacht im August aber auf nunmehr nur noch 37 €.

(Redaktion)


 


 

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