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Standortkampf um neuen Siemens-Sektor

Siemens ist auf der Suche nach einem Standort für die Zentrale des geplanten Umweltsektors. Geht der Konzern mit der neuen Säule weg aus Erlangen, wären Arbeitsplätze in Gefahr, was Politiker aller Parteien auf den Plan ruft.

Wie berichtet plant die Siemens AG derzeit einen neuen Umwelt-Sektor. Neben den bestehenden drei Siemens-Säulen „Industrie“, „Energie“ und „Gesundheit“ soll ein vierter Sektor „ Infrastruktur & Städte“ entstehen. Auf den neuen Sektor entfallen 80.000 Arbeitsplätze. Noch ungewiss ist, wo der Standort für die Zentrale künftig sein wird. Fraktionsübergreifend sprachen sich die bayerischen Parlamentarier für den Standort Erlangen aus. Siemens dagegen hält sich alle Optionen offen. Neben Erlangen könnte auch in Berlin, Nordrhein-Westfalen oder sogar im Ausland, etwa in London oder Shanghai, die Zentrale des neuen Sektors installiert werden.

Geht Siemens mit der neuen grünen Säule tatsächlich weg aus Erlangen, wären mehrere tausend Arbeitsplätze in Bayern gefährdet. Das Wirtschaftsministerium soll sich nun der Sache annehmen und muss dem Landtag berichten. Die Einmischung der Politik ist jedoch eine zwiespältige Angelegenheit: Einerseits ist es eine Unternehmensentscheidung nach den Regeln der sozialen Marktwirtschaft, andererseits versucht das Ministerium im Dialog mit Siemens für die Arbeitsplätze zu werben.

(Redaktion)


 


 

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