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Siemens mit Kronzeugenstatus bei EU-Entscheid zu Transformatorenkartell

Die Europäische Kommission hat in ihrer heutigen Entscheidung zu dem so genannten Transformatorenkartell von einem Bußgeld gegen die Siemens AG abgesehen. Das Unternehmen hatte maßgeblich an der Aufdeckung dieses Kartells mitgewirkt und konnte dabei den Kronzeugenstatus erlangen.

Zwischen 1999 bis 2003 war es nach Erkenntnissen der Europäischen Kommission zu Absprachen über die Aufteilung von Märkten unter europäischen und japanischen Herstellern von so genannten Hochleistungstransformatoren gekommen. Mit solchen Trafos lässt sich die Stromspannung verändern, um Energie über größere Distanzen übertragen zu können. Siemens hatte nach Bekanntwerden der Vorwürfe im Februar 2007 sofort eigene Untersuchungen eingeleitet und die an den Verstößen beteiligten Mitarbeiter aus dem damaligen Siemens-Bereich Power Transmission and Distribution und einer österreichischen Tochtergesellschaft suspendiert.

Um künftigem Fehlverhalten vorzubeugen, hat das Unternehmen seit 2007 große Anstrengungen unternommen, ein neues, effektives Compliance-System aufzubauen. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der Sensibilisierung der Mitarbeiter in Kartellrechtsfragen. Bis heute durchliefen unter anderem rund 215.000 Mitarbeiter weltweit entsprechende Compliance-Schulungen. Auch der Verhaltenskodex des Unternehmens weist explizit auf die Bedeutung eines fairen Wettbewerbs hin und verpflichtet alle Mitarbeiter, kartellrechtliche Regelungen einzuhalten.

(Siemens AG)


 


 

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