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Nürnberg

Pannen bei fahrerloser U-Bahn: Siemens soll nachbessern

Im Zuge der Pannenserie bei den fahrerlosen U-Bahn-Zügen der Linien U2 und U3 hat die VAG nun auch Hersteller Siemens ins Boot geholt. Zusammen mit dem Konzern will das ÖPNV-Unternehmen nun überlegen, welche Maßnahmen ergriffen werden können um Störfälle wie jene der letzten Tage in Zukunft zu verhindern.

Darüber hinaus wird die VAG in den nächsten Tagen und Wochen die Präsenz des Personals vor Ort nochmals erhöhen. Die Mitarbeiter der Leitstelle und des Kunden- und Systemservice sollen außerdem erneut in Sachen Störungsbehebung trainiert werden. „Wir entschuldigen uns bei unseren Fahrgästen für die Pannenserie, die wir gestern auf den U-Bahn-Linien U2 und U3 hatten. Es war eine Serie, wie wir sie schon sehr sehr lange nicht mehr hatten. Es bestand aber zu keiner Zeit ein Sicherheitsrisiko für die Fahrgäste. Alle automatischen Züge haben letztlich richtig reagiert. Sie blieben stehen“, sagte Dr. Rainer Müller, Technischer Vorstand der VAG Nürnberg.

„Wir hatten insbesondere in den Wochen vor Weihnachten immer wieder größere und kleinere Störungen“, fuhr Müller fort, „die wir in dieser Form seit Beginn des automatischen Betriebens nicht kennen. Die Ursachen für die Störungen sind ganz verschieden. Teils sind es technische Ursachen, teils beeinflusst das Verhalten der Fahrgäste den Betrieb. Jede Störung, die wir haben, wird exakt analysiert. Es werden die notwendigen Maßnahmen getroffen. Wir nutzen zudem alle Störungen für die Schulung der Mitarbeiter, um so die Qualifikation hoch zu halten und um auf jede Störungssituation noch besser vorbereitet zu sein“, so der VAG-Vorstand weiter.

Müller bat die Fahrgäste, dem automatischen U-Bahn-System eine Chance zu geben. Seit der Betriebsaufnahme am 15. Juni 2008 sei dieses sehr gut gelaufen und auch die Inbetriebnahme des automatischen Systems ab 28. September auf der Linie U2 sei für die VAG zufriedenstellend verlaufen. Betrieb und Leistungsfähigkeit, so Müller, seien mehr als akzeptabel. Es sei aber immer klar gewesen, dass es in den nächsten Wochen und Monaten noch genügend Arbeit für Siemens und die VAG gäbe.

Lesen Sie zu diesem Thema auch unseren Kommentar:
Eine Taube und die Tücken der fahrerlosen U-Bahn

(Redaktion)


 


 

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