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Rückzug

Siemens zieht sich vom iranischen Markt zurück

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Der Technologiekonzern Siemens will ab der zweiten Jahreshälfte 2010 im Iran keine Neugeschäfte mehr annehmen. Durch diese Maßnahme will der Konzern den Rückzug aus dem Land forcieren. Dies teilte Vorstandsvorsitzender Peter Löscher auf der gestrigen Hauptversammlung in München mit.

Schon im Oktober 2009 sei der Siemens-Vorstand zu dem Entschluss gekommen, in naher Zukunft keine Neugeschäfte mehr mit Kunden im Iran abzuschließen. Durch die Abarbeitung einiger verbindlicher Angebote kommt es allerdings erst ab Mitte 2010 zum Ende des Neugeschäfts. Löscher widersprach zudem Medienberichten vom Ende des Jahres 2009, wonach Siemens-Lieferungen in den Iran vom deutschen Zoll beschlagnahmt wurden. Eine solche Maßnahme habe es nie gegeben, so Löscher.

Ende des vergangenen Jahres berichteten Medien, dass die Bundesregierung die Einleitung eines Verfahrens wegen Verstoßes gegen das Außenwirtschaftsgesetz bei Lieferungen in den Iran gegen Siemens prüfe. Ein Sprecher des Konzerns dementierte die Berichte vergangenen Dienstag. Das Siemens-Geschäft mit dem Iran beläuft sich auf weniger als ein Prozent des Gesamtumsatzes. Die derzeit rund 280 Beschäftigten im Iran sind vor allem im Service und der Administration angestellt.

Lesen Sie zu diesem Thema auch unseren Kommentar:
Heile Welt bei Siemens?

(Redaktion)



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Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © Siemens AG


 

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