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Siemens winken in Russland Milliarden-Aufträge für Bahn und Wind

Im Rahmen der Russland-Reise von Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Siemens-Vorstandschef Peter Löscher heute in Jekaterinburg Absichtserklärungen über die Lieferung von Windkraft- und Bahntechnik im Wert von mehreren Milliarden Euro unterzeichnet.

„Die grünen Technologien von Siemens werden Russland helfen, seine Ziele bei Energieeffizienz und Klimaschutz zu erreichen“, sagte Löscher. Siemens soll nach diesen Vereinbarungen bis zum Jahr 2026 insgesamt 22 Rangierbahnhöfe modernisieren sowie in den nächsten zehn Jahren 240 Regionalzüge an die Russische Eisenbahn AG (RZD)  liefern. Zudem will Siemens bis zum Jahr 2015 Windturbinen mit einer Gesamtleistung von bis zu 1250 Megawatt (MW) in Russland installieren. Um die Produkte größtenteils auch in Russland fertigen zu können, sollen drei Gemeinschaftsunternehmen mit russischen Partnern entstehen.

Siemens gelingt mit der Vereinbarung der Eintritt in den wichtigen russischen Markt für Bahnautomatisierung. Ein Joint Venture von RZD, dem Forschungsinstitut für Automatisierung im Bahnverkehr und Siemens soll bis zum Jahr 2026 insgesamt 22 Rangierbahnhöfe im ganzen Land modernisieren. RZD und Siemens haben sich außerdem auf die gemeinsame Produktion von 240 Regionalzügen mit 1200 Wagen für die RZD verständigt. Bei den Zügen handelt es sich um eine spezifische Version des Desiro, der ab 2012 in Russland gefertigt werden soll – dafür plant Siemens ein gemeinsames Unternehmen mit der RZD-Tochter Aeroexpress. Damit setzt Siemens verstärkt auf die Produktion in Russland: Bereits im Mai 2010 hatte das Unternehmen vereinbart, bei Jekaterinburg gemeinsam mit Sinara insgesamt 221 Lokomotiven für die RZD zu fertigen. Mit 88.000 Kilometern Länge hat Russland das zweitgrößte Schienennetz der Welt, in das die RZD bis zum Jahr 2030 insgesamt rund 380 Milliarden Euro investieren will.

Russland wird bis 2020 eine Windkraftleistung von rund 5000 MW installieren. Siemens plant, davon allein bis 2015 eine Leistung von mindestens 1250 MW zu liefern, und gründet dafür gemeinsam mit den russischen Unternehmen Rostechnologii und RusHydro ein Joint Venture. Siemens wird die Mehrheit an dem Unternehmen halten, das Windturbinen-Bauteile für den russischen Markt fertigen soll. Mit der Vereinbarung der strategischen Partnerschaft wird Siemens Vorreiter im Markt für erneuerbare Energien in Russland. Mit der beabsichtigten Gründung dieser drei Gemeinschaftsunternehmen setzt Siemens die Regionalisierung seiner Fertigung in wichtigen Märkten konsequent fort. Peter Löscher unterschrieb zudem eine Vereinbarung, wonach Siemens Partner der neuen Skolkovo Innograd Stiftung in Jekaterinburg wird. Löscher ist bereits Mitglied im Stiftungsrat. Mit Skolkovo Innograd soll ein Forschungszentrum entstehen, das sich unter anderem dem Thema Energieeffizienz widmet.

(Siemens AG)


 


 

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