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Solar Millennium: „Versuche, Menschen zu verunsichern, wird es immer wieder geben.“

Die Erlanger Solar Millennium AG nimmt in einem offenen Brief nun Stellung zu den Vorwürfen der „kreativen Bilanzierung“, die in am Montag in einem Artikel der Wirtschaftswoche erhoben worden sind. Das Unternehmen spricht von „stark tendenziösen Meinungen“ und „unberechtigten Verdachtsmomenten“.

„Versuche, Menschen zu verunsichern, wird es immer wieder geben – bezüglich unseres Unternehmens, aber auch anderswo. Die Wirtschaftswoche bezieht sich offensichtlich auf einen Informanten. Wir werden sehr sorgsam prüfen, inwiefern vertragliche oder nachvertragliche Treuepflichten verletzt worden sind und gegebenenfalls auch Schadensersatzansprüche geltend machen“, heißt es in der Stellungnahme.

Solar Millennium nimmt darin außerdem zum Vorwurf der Finanzierungsprobleme (wir berichteten) Stellung. „Allein die erfolgreiche Veräußerung von Anteilen an den Solarkraftwerken Andasol 1, 2 und 3 an externe Investoren sowie der Vertrieb des Andasol Fonds (wir berichteten) ergeben in einer über einzelne Berichtsperioden hinausgehenden Betrachtung einen nachhaltigen Liquiditätszufluss von deutlich über 100 Millionen Euro“, so das Unternehmen.

Auch den Vorwurf der „kreativen Bilanzierung“ weist Solar Millennium von sich. „Solar Millennium hat Anteilsverkäufe zu jeder Zeit korrekt verbucht. An der Solar Millennium Verwaltungs GmbH hatte sich eine Gruppe privater Investoren als stiller Gesellschafter beteiligt. In einer Vereinbarung wurden dieser Investorengruppe weitreichende Beherrschungsrechte eingeräumt. Insbesondere wurde eine Stimmrechtsbindung dergestalt vereinbart, dass die Solar Millennium AG ihre Stimmrechte nur im Einverständnis mit den Investoren ausüben kann. Wegen des daraus resultierenden Einbeziehungsverbotes durfte die Gesellschaft nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen werden. Aus den gleichen Gründen war auch eine Einbeziehung als assoziiertes Unternehmen at equity nach IAS 28 nicht möglich. Eine Entkonsolidierung der Solar Millennium Verwaltungs GmbH war daher nach IFRS zwingend notwendig“, gibt die AG bekannt.

(Redaktion)


 


 

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1 Kommentar

von Petr
21.01.10 10:42 Uhr
Erholung in Sicht?

Ich hoffe mal, das sich die Wogen bald wieder glätten. Diese Vorwürfe sind alt und wurden schon einmal diskutiert. Man sllte sich das gesamte Unternehmen ansehen und nicht nur einzelne negative Berichte raushauen...

 

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