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Verzögerungen bei Finanzierungsabschlus

Solar Millennium: Erhebliche Prognosesenkung, Aktie stürzt ab

Die Erlanger Solar Millennium AG muss ihre Prognosen erneut drastisch senken. Wie das Unternehmen mitteilt, wird der Umsatz des laufenden Geschäftsjahres nicht wie erwartet 350 Millionen Euro betragen, sondern lediglich 150 Millionen Euro. Beim EBIT geht Solar Millennium nicht mehr von einem positiven Ergebnis aus.

Der Grund für die Prognosesenkung seien Verzögerungen beim Finanzierungs-abschluss für die geplanten US-Kraftwerke Blythe 1 und 2 in Kalofirnien, unter anderem wegen Änderungen durch das US-Energieministerium sowie durch andere involvierte US-Behörden im Verfahrensprozess für das Kreditgarantieprogramm. Diese führten zu einer Verschiebung des ursprünglich vor dem Bilanzierungsstichtag am 31. Oktober geplanten Finanzierungsabschlusses. Die entsprechenden Umsätze und Ergebnisse aus Projektentwicklung und Anteilsverkäufen würden daher erst im nächsten Geschäftsjahr erzielt.

Der Aktienkurs von Solar Millennium stürzte nach Bekanntwerden der Meldung ab. Die Papiere des Solarunternehmens rutschten zum Handelsauftakt um 15 Prozent auf 15,80 Euro ab. Zu Jahresbeginn hatten die Aktien von Solar Millennium noch rund 45 Euro gekostet. Seither hatte das Papier immer wieder mit Rückschlägen zu kämpfen. Erst warf das Handelsblatt den Erlangern Unregelmäßigkeiten bei der Bilanzierung vor, dann trat im März der Vorstandsvorsitzende Utz Claassen nach nur 74 Tagen im Amt zurück.

Das Unternehmen versucht seine Aktionäre indes zu beruhigen. „Zum Ende des Geschäftsjahres werden wir beim größten Solarstandort der Welt zwei von drei Meilensteinen erreicht haben: die Genehmigung der kalifornischen Energiebehörde und die Baugenehmigung des US-Innenministeriums. Die dritte Herausforderung, der Finanzierungsabschluss, verschiebt sich aufgrund von externen Faktoren - Prozessveränderungen im Genehmigungsverfahren des Kreditgarantieprogramms - ins nächste Geschäftsjahr. Diese Verschiebung wirkt sich negativ auf das aktuelle Jahresergebnis aus, jedoch nicht auf die Realisierung der Kraftwerke und damit auf den langfristigen Erfolg der Solar Millennium Gruppe“, so Thomas Mayer, Sprecher des Vorstands von Solar Millennium.

(Redaktion)


 


 

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