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Solarkonzern

Solar Millennium weist Vorwurf der „kreativen Bilanzierung“ zurück

Die Erlanger Solar Millennium AG hat Vorwürfe über Bilanzierungstricks und Finanzierungsprobleme bei anstehenden Projekten zurückgewiesen. Alles sei bilanzrechtlich korrekt und transparent abgelaufen, sagte ein Sprecher des auf den Bau solarthermischer Großkraftwerke spezialisierten Unternehmens.

Solar Millennium werde mögliche rechtliche Schritte gegen mutmaßliche Quellen prüfen. Die Aktien des Solarkonzerns waren am Montag um rund 16 Prozent eingebrochen (wir berichteten). Grund war ein Artikel der Wirtschaftswoche, der in Bezug auf die Bilanzierung des Unternehmens Fragen aufwarf. So habe Solar Millennium in den vergangenen Jahren immer wieder Kraftwerksanteile an verbundene Unternehmen verkauft. Diese seien in der Bilanz jedoch nicht wie konzerninterne Umsätze behandelt worden, so das Magazin unter Berufung auf einen Unternehmenskenner.

Die vermeintlichen Ungereimtheiten erklärte der Sprecher auch mit dem Geschäftsmodell von Solar Millennium. Dieses deckt von der Projektentwicklung und –finanzierung, über den Kraftwerksbau bis hin zum Besitz und Betrieb solarthermischer Kraftwerke die gesamte Wertschöpfungskette . Deshalb erziele das Unternehmen, das seit Jahresbeginn vom früheren ENBW-Chef Utz Claasen geleitet wird, bereits wesentliche Teile des Umsatzes vor Baubeginn eines Kraftwerks. Der Vorwurf, dass ein Großteil des aus Anleihen erlösten Geldes in der Projektentwicklung und nicht in den Kraftwerken selbst stecke, ziele somit ins Leere.

(Redaktion)


 


 

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4 Kommentare

von @ Equity
20.01.10 18:21 Uhr
Auszug aus der heutigen SM Stellungnahme

Davon zu unterscheiden ist die bilanzrechtliche Betrachtung: Unter Beachtung der entsprechenden IFRS-Regeln wurde die Solar Millennium Beteiligungen GmbH nicht in den Konzernabschluss [Anmerkung: des Geschäftsjahres 2005/2006] einbezogen.

Ich verstehe nicht, weshalb 2005/2006 die SM Beteiligungen GmbH NICHT konsolidiert wurde, im Geschäftsjahr 2006/2007 jedoch at equity in den Konzernabschluss einbezogen wurde.

Ein Nichteinbeziehung 2005/2006 müsste wie folgt begründet werden:
1. Die Beteiligung ist von untergeordneter Bedeutung.
2. Beherrschung durch fremde Dritte.

Anmerkung:
Zu 1.: Die wirtschaftliche Bedeutung der SM Beteiligungen GmbH zum 31.10.2006 hat sich in keinster Weise von der wirtschaftlichen Bedeutung zum 31.10.2007 unterschieden, da dieses Tochterunternehmen zu beiden Stichtagen 50 % der Anteile an der Projektgesellschaft gehalten hat!!
Zu 2.: Wenn SM am 31..10.2007 einen wesentlichen Einfluss auf das Tochterunternehmen geltend machen konnte, dann erst Recht zum 31.10.2006, da zu diesem Zeitpunkt SM noch 100 % der Anteile an der SM Beteiligungen GmbH gehalten hat.

Fazit: Die nicht erfolgte at equity Konsolidierung im Geschäftsjahr 2005/2006 ist angreifbar!!

von neue Studien??
21.01.10 16:03 Uhr
Studie von SES Research nicht ganz zutreffend

50 % der Anteile an dem Ibersol Kraftwerksprojekt wurden an das Joint Venture "Ibersol Kraftwerks GmbH", das zu 50 % der Solar Millennium AG und zu 50 % der Cross Capital AG" gehört verkauft.
Anmerkungen:
1. Für diesen Verkauf ist vermutlich kein "Cash" geflossen,
2. Die Ibersol Kraftwerks GmbH ist bestenfalls ein JV aber kein fremdes drittes Unternehmen,
3. Die Briefkastenfirma Cross Capital AG mit c/o Adresse in Zug und einem Grundkapital von 100.000 CHF ist als Investor in keinster Weise mit RWE, den Stadtwerken München, Rheinenergie oder ACS/Cobra vergleichbar.
Frage an die SES-Experten: Wurde vielleicht auch im Geschäftsjahr 2008/2009 ganz ein bißchen (natürlich im Rahmen der IFRS) Bilanzkosmetik betrieben??

von 12.04.2010
21.01.10 22:07 Uhr
UC aktiv - Pressekonferenz

Pressekonferenz am 12. April 2010: Prof. Dr. Utz Claassen 100 Tage an der Spitze der Solar Millennium AG - Ziele, Strategien und Maßnahmenpakete des neuen Vorstandsvorsitzenden

von bravo!!
21.01.10 22:19 Uhr
Wir haben verstanden - falsche Angaben weg

Falsche Angaben von Homepage gelöscht - bravo

Wir bleiben dran.
Mit der Beteiligung am Besitz und Betrieb von solarthermischen Kraftwerken komplettiert Solar Millennium die strategische Ausrichtung. Ziel ist es, nach erfolgreicher Projektierung über die Beteiligungsgesellschaften kleine Anteile an den solarthermischen Kraftwerken zu halten.
Auf diese Weise profitiert der Konzern sowohl von den Erlösen als auch den Erfahrungen aus dem Betrieb der Kraftwerke. Das Geschäftsfeld Kraftwerksbeteiligungen befindet sich im Aufbau und wird mit Inbetriebnahme der ersten Parabolrinnen-Kraftwerke in Spanien an Bedeutung gewinnen.

 

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