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Experten von Heibel-Ticker raten vom Kauf der Solar Millennium Aktie ab

Die Experten des Börsenbriefs Heibel-Ticker raten vom Kauf der Aktien der Erlanger Solar Millennium AG ab. Der Bau von Solaranlagen sei so gigantisch und die wesentlichen Zahlungen würden erst zu einem so späten Projektfortschritt erfolgen, dass die Durststrecke bis zur endgültigen Fertigstellung manchmal sehr lang sein könne. An der Börse zähle jedoch vor allem Kontinuität.

Gehasst werde an der Börse dagegen Sprunghaftigkeit. Wenn ein Unternehmen beispielsweise alle zwei Jahre 200 Millionen Euro Umsatz mache, dann würden Anleger für zwei Jahre in der Ungewissheit leben, ob die Endzahlung auch wirklich erfolgen wird. Flössen die 200 Millionen hingegen quartalsweise regelmäßig, wären die Anleger wesentlich beruhigter. Immer wieder könnten sie sehen, dass Geld fließt, dass die Projekte voran gehen und dass die Zahlungen planmäßig erfolgen.

Den Meldungen über die „kreativen Bilanzierungspraktiken“ (wir berichteten) von Solar Millennium könne man allerdings nur bedingt Glauben schenken. Zwar würden durch die Buchhaltungspraxis beim Erlanger Solarkonzern keinerlei Umsätze vorgetäuscht, die nicht stattgefunden haben und keine Konzernkonsolidierungen vermieden, doch durch einen kleinen Trick mit den Tochtergesellschaften werde der Öffentlichkeit und damit auch den Käufern von Unternehmensanleihen ein positiveres Bild vorgetäuscht, als es der Realität entspreche. Zwar sei bei Solar Millennium „unterm Strich alles sauber“, Kontinuität sei jedoch nicht vorhanden.

(Redaktion)


 


 

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3 Kommentare

von So ein Quatsch
25.01.10 14:16 Uhr
Heibel - Ticker liegt 100 % falsch

Selbstverständlich wurden konzerninterne Verkäufe wie Verkäufe mit fremden Dritten dargestellt. Ein Blick in die Geschäftsberichte 2004/2005; 2005/2006 und 2006/2007 offenbart dies sehr deutlich.

Es bleibt dabei: Konzerninterne Transaktionen wurde nicht als solche dargestellt. Im Geschäftsjahr 2004/2005 wurde behauptet, dass 25 % der Beteiligung an Andasol 1 an eine Investorengruppe verkauft worden sei - tatsächlich wurde diese Beteiligung an das Tochterunternehmen SM Verwaltungs GmbH verschoben.

Fazit: Die SM Berichterstattung war diesbezüglich eindeutig irreführende, ob die Bilanzierung des Jahres 2004/2005 falsch war, wird zur Zeit von der Staatsanwaltschaft geprüft!!

von Stephan Heibel
25.01.10 22:31 Uhr
Unvollständig und ohne Link zitiert

In meinem Artikel habe ich ziemlich genau die Details des Vorwurfs beschrieben und die Hintergründe erklkärt, wie es bei all meinen Artikeln üblich ist. Sie können das gerne im Archiv meines Börsenbriefes Heibel-Ticker unter http://www.heibel-ticker.de/archiv.php?standardID=234 in Kapitel 04 nachlesen.

Leider wurden hier Inhalte meines Börsenbriefes gekürzt verwendet ohne einen ordentlichen Link auf die Quelle einzubinden. Ich habe dies hiermit nachgeholt.

Gruß
Stephan Heibel

von Heibel - Ticker
26.01.10 20:24 Uhr
Lieber Herr Heibel

im Ergebnis mögen Sie ja Recht haben - FInger Weg von SM!! Aber Ihre Beschreibung der konzerninternen Transaktionen ist einfach nur noch peinlich!! Erklären Sie mir doch bitte mal, wie eine 25.000 EUR GmbH für 22 Mio. EUR zwei 25 % Beteiligungen an Kraftwerksprojekten bezahlen soll. Ganz einfach: GAR NICHT. In der Bilanz der SM Verwaltungs GmbH steht dann eben auf der Aktiva 22 Mio. EUR Finanzanlagen und auf der Passiva 22 Mio. EUR Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen (=SM).
Die Jahresabschlüsse der SM Verwaltungs GmbH sind außerdem unter www.unternehmensregister.de einsehbar. Vielleicht haben Sie ja die Zeit und Muße, Ihren Beitrag zu SM nochmals etwas anders zu formulieren ....

 

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