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Steuererklärung

Das müssen Freiberufler beachten

Freiberufler müssen einmal im Jahr eine Steuererklärung erstellen. Da es das Finanzamt dabei gern einmal genauer nimmt, ist eine Konsultation des Steuerberaters häufig nicht zu vermeiden. Hier erfahren Sie alles Wichtige über Steuererklärungen für freie Berufe.

Die Anlage S

Eine Besonderheit besteht darin, dass Selbstständige neben dem normalen Bogen die Anlage S ausfüllen müssen. Bei einem Umsatz von mehr als 17.500 Euro jährlich ist zudem eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung notwendig, erklärt Anita Käding vom Bund der Steuerzahler. Liegt der Umsatz unter 17.500 Euro, genügt dem Finanzamt eine einfache Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben.

Elektronische Übermittlung

Selbstständige müssen unbedingt beachten, dass die Erklärung seit 2011 elektronisch übermittelt werden muss. Ein schriftlicher Versand ist nur in ausgewiesenen Härtefällen zulässig. Besteht die Möglichkeit zur elektronischen Übertragung nicht, muss ein schriftlicher Antrag gestellt werden. Andernfalls verwendet man die Formulare, die in den gängigen Steuerprogrammen enthalten sind.

Betriebsausgaben

Zu den Betriebskosten zählen Ausgaben für Arbeitsräume, Arbeitsmaterialien, Mitarbeitergehälter und Ähnliches. Wenn sie zu den laufenden Ausgaben gehören, können sie noch im selben Jahr abgesetzt werden. Besondere Vorsicht gilt dann, wenn sich die Betriebskosten aus privaten und beruflichen Kosten zusammensetzen. Meistens müssen die Anteile bei unklaren Verhältnissen geschätzt werden. Dies ist bei der Internet- und Telefonrechnung in geschäftlich genutzten Privaträumen der Fall.

Wolfgang Wawro vom Deutschen Steuerberaterverband weist gegenüber der "Welt" darauf hin, dass ein Arbeitszimmer dann voll abgesetzt werden kann, wenn es der zentrale Tätigkeitsort ist. Wird ein privates Zimmer nur teilweise für die eigene Arbeit genutzt, kann es mit bis zu 1.250 Euro jährlich abgesetzt werden. Angaben des Bundesverbandes für Freie Berufe zufolge kann eine Renovierung in jedem Fall zu 100 Prozent voll abgesetzt werden.

Was ist mit Autos und Weiterbildungen?

Wenn das private Auto beruflich genutzt wird, können 30 Cent für jeden Kilometer abgesetzt werden. Ist das Fahrzeug zu mehr als 50 Prozent für die berufliche Tätigkeit vorgesehen, wird es dem betrieblichen Vermögen zugeschlagen. Der Vorteil besteht darin, dass sowohl Kaufpreis, Reparaturen, Benzin als auch die Versicherung abgesetzt werden können. Wichtig ist nur, dass Sie ein vorschriftsmäßiges Fahrtenbuch führen.

Kosten, die für Fortbildungen anfallen, können prinzipiell abgerechnet werden. Petra Schlubach vom Bundesverband für Freie Berufe hebt sogar hervor, dass Weiterbildungen eine gute Möglichkeit sind, einen Teil der steuerlichen Belastungen abzufedern. In den meisten Fällen lassen sich auch für ein Zweitstudium, Seminare und Kongresse anfallende Kosten als Betriebsausgabe abrechnen. Dazu gehören Kosten für Verpflegung, Gebühren, Material und Übernachtungen.

(Marco Heinrich)


 


 

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