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Die Deutschen und ihre hartnäckigsten Verkehrsklischees

Frauen können schlecht einparken? In kaum einem Lebensbereich halten sich Klischees so hartnäckig wie beim Thema Straßenverkehr. Wie es um die Verkehrsklischees der Deutschen bestellt ist, hat eine aktuelle Umfrage im Auftrag der Aktion „Umparken im Kopf“ erhoben.

Bei dieser Frage sind sich die Deutschen einig: 91 Prozent sind der Meinung, kurz vor Ferienbeginn klettern die Preise in die Höhe. Nur wenig differenzierter blicken die Deutschen auf die klassischen Geschlechterrollen im Straßenverkehr: 68 Prozent der Befragten glauben, Männer seien am Steuer aggressiver als Frauen, 64 Prozent sind der Meinung, Männer würden ihre Autos hingebungsvoller pflegen. Immerhin 39 Prozent der befragten Männer glauben noch an den Klassiker der Verkehrsvorurteile: Frauen parken schlechter ein als Männer. Dieses Vorurteil pflegen übrigens nicht nur Männer: 31 Prozent der befragten Frauen glauben auch, dass ihre Geschlechtsgenossinnen prinzipiell schlechter einparken als die männliche Hälfte der Fahrzeuglenker.

Überschätzung der eigenen Fahrkünste

Fast jeder Deutsche hält sich für ein Ass am Steuer, Berliner und Bayern haben den schlechtesten Ruf auf den Straßen. Seine eigenen Fahrkünste schätzt der Deutsche am positivsten ein. Mehr als die Hälfte aller Bundesbürger gibt an, gut bis sehr gut zu fahren. 86 Prozent halten sich für überdurchschnittliche Fahrzeuglenker. Nur 3 Prozent sehen sich selbst als eher schlechten Fahrer.

Schlechteste Autofahrer in Berlin und Bayern?

Die allerschlechtesten Autofahrer vermuten die Deutschen in den Bundesländern Berlin und Bayern. Dies gaben jeweils 7 Prozent der Befragten an. Demgegenüber fallen Fahrer aus Rheinland-Pfalz oder Bremen auf den Straßen kaum negativ auf. Nur je 1 Prozent der Deutschen vermutet, dass die schlechtesten Autofahrer in diesen Bundesländern leben. Allerdings wollten lediglich 53 Prozent der Befragten überhaupt eine Vermutung dazu anstellen.

„Bestätigungsfehler“ im Gehirn

Für den Psychologen Michael Thiel sind die Ergebnisse der Vorurteils-Umfrage wenig überraschend: „Wenn sich ein Vorurteil einmal im Kopf festgesetzt hat, macht unser Gehirn so genannte ‚Bestätigungsfehler‘. Wir nehmen nur noch die Fakten wahr, die unsere Meinung bestätigen und blenden widersprüchliche Ereignisse aus. Dann übersehen wir 100 Frauen, die problemlos einparken, aber die eine, die sich nicht so clever anstellt merken wir uns - weil sie in unsere Schublade passt.“

(Redaktion)


 


 

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