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Studienabbrecher

Leistungs- und Motivationsprobleme für Studienabbruch verantwortlich

Fast die Hälfte (49 Prozent) der Studienabbrecher an Universitäten und Fachhochschulen geben an, dass sie maßgeblich wegen Leistungsproblemen, mangelhafter Studienmotivation oder Prüfungsversagen ihr Studium aufgegeben haben.

Dieses wenig überraschende Ergebnis liefert die HIS-Exmatrikuliertenbefragung 2008. 19 Prozent der Befragten im Bundesgebiet geben finanzielle Probleme als ausschlaggebenden Abbruchgrund an, zwölf Prozent machen unzureichende Studienbedingungen verantwortlich. Die Überforderung ist nach der HIS-Umfrage in mathematisch-naturwissenschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen Studienfächern dann besonders groß, wenn die Studierenden in der Schule keine Leistungskurse in Mathematik oder den Naturwissenschaften belegt hatten.

„Die Abbrecherquoten an der TU München sind drastisch gesunken, seit wir in vielen unserer anspruchsvollen Studienfächer eine sorgfältige, kritische Auswahl unter den Bewerbern durchführen,“ kommentiert Prof. Wolfgang A. Herrmann die gegenläufige Entwicklung an der TU München. „Es mögen sich zwar einzelne abgewiesene Bewerber erfolgreich in ihr Grundstudium einklagen, die sogenannte Eignungsfeststellung ist und bleibt hingegen unbestritten vorteilhaft für den Studienerfolg,“ so Herrmann. „Deshalb werden wir diesen Kurs konsequent fortsetzen, zumal es in sich widersprüchliche Verwaltungsgerichtsurteile gibt“. So habe ein- und derselbe Senat des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs die Bedeutung des Auswahlgesprächs hervorgehoben, um in einem anderen Einzelfall kurz später das Auswahlgespräch „als Momentaufnahme“ abzutun. 

Die HIS-Exmatrikuliertenbefragung 2008 werde von der TU München als weitere Bestätigung für die Richtigkeit ihres Kurses bewertet. „Es ist unfair und ungerecht, gegen besseres Wissen unzureichend qualifizierte Bewerber zuzulassen, die wegen mangelnder Studienmotivation und ständiger Überforderung irgendwann ihr Studium abbrechen und damit wertvolle Lebenszeit verlieren,“ so der TUM-Präsident. Alle Bewerber ungesehen aufzunehmen und dann viele wieder hinauszuprüfen, sei kein verantwortungsbewusster Umgang mit jungen Menschen.

(TU München)


 


 

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