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Siemens überträgt 500 MBit/s mit Osram-LED

Dem Technologiekonzern Siemens ist es gelungen, mit Kollegen des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts in Berlin ihren eigenen Rekord bei der kabellosen Übertragung von Daten mit weißem LED-Licht zu schlagen. Das Team erreichte eine Datenrate von 500 Mbit/s – der bisherige Rekord stand bei 200 MBit/s.

Diese „Visible Light Communication“ genannte Technologie ist vollkommen abhörsicher und störungsfrei, da sie bisher nicht genutzt wird. Anders als bei Schallwellen wird für die Übertragung per Lichtstrahl außerdem keine Lizenz benötigt. Die Datenübertragung im freien Raum gelang den Wissenschaftlern von Siemens auf eine Entfernung von maximal fünf Metern mit einer Weißlicht-Leuchtdiode der Siemens-Tochter Osram.

Diese neue Form der Datenübertragung könnte verschiedene Anwendungen finden, etwa als Ergänzung zur etablierten WLAN-Technik. Diese Netzwerke leiden vermehrt darunter, dass etwa die drei unabhängigen WLAN-Frequenzbänder in vielen Gebäuden mehrfach belegt sind und es zu Kollisionen der Datenpakete kommt.

Ein weiterer Vorteil ist die Abhörsicherheit. Nur der direkt im Lichtkegel befindliche Empfänger kann die Daten empfangen – ein „Abhören“ des Lichtstrahls ist dadurch ausgeschlossen. In Fabriken oder der Medizintechnik gibt es für eine solche Datenübertragung vor allem an Orten Bedarf, an denen Funk nicht oder nur eingeschränkt verwendet werden kann. Auch im Verkehr könnte die neue Technologie Anwendungsmöglichkeiten finden: LED-Ampeln oder Bahnsignale könnten Informationen an Autos oder Züge senden.

(Redaktion)


 


 

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