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Top-Manager vor Gericht

Am gestrigen Dienstag haben die Verhandlungen gegen Ex-Siemens-Vorstand Ganswindt begonnen.

Seit gestern steht Thomas Ganswindt, Ex-Siemens-Vorstand, vor der Wirtschaftsstrafkammer des Münchner Landgerichts. Der Siemens-Manager muss sich, wie schon seine ehemaligen Vorstandskollegen vor ihm, in der milliardenschweren Bestechungsaffäre verantworten. Die 40-seitige Anklageschrift beschäftigt sich detailliert mit den Vorgängen und wirft Ganswindt vor, von schwarzen Kassen und zweifelhaften Zahlungen gewusst zu haben. Im Gegensatz zu seinen Kollegen hat sich Ganswindt nicht im Voraus mit Staatsanwaltschaft und Siemens geeinigt, sondern will in der Verhandlung seine Unschuld beweisen: „Ich habe sehr deutlich gemacht, dass ich Korruption weder gutheiße noch billige."

Siemens fordert von seinem ehemaligen Top-Manager Ganswindt fünf Millionen Euro Schadensersatz. Ganswindt inszeniert sich in seiner ersten Stellungsnahme, als großer Sanierer, der mit den Strukturen und Widrigkeiten im System Siemens zu kämpfen hatte. Zwar waren ihm korrupte Vorgänge bekannt, jedoch habe er sich nichts vorzuwerfen, außer vielleicht nicht hart genug dagegen vorgegangen zu sein. Er habe sogar die Ablösung einiger verdächtiger Mitarbeiter veranlasst.Gleichzeitig stellte er fest, dass während der bisherigen Aufarbeitung der Korruptionsaffäre der „Gesamtkontext des Unternehmens“ nie beleuchtet worden sei.

Seit 2006 ist der ehemalige Siemens Manager Ganswindt arbeitslos. Vielleicht ändert sich das, wenn bis zum September in 22 Sitzungen die Siemens-Äffare und seine Verstrickungen darin aufgearbeitet werden.

(Redaktion)


 


 

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