30.01.2012  16:53 Uhr

Geschäftsbericht
UmweltBank: 15 Jahre nachhaltiges Wachstum

Mittelfranken. Das Geschäftsvolumen der Umweltbank wächst 2011 um 333 Millionen Euro auf 2,27 Milliarden Euro an. Das Volumen der Förderkredite ist um 19,5 Prozent gestiegen. Die Bank finanzierte 15.523 Umweltprojekte.

Nach zweieinhalb Jahren Gründungsphase nahm die Bank am 29. Januar 1997 ihre Geschäfte auf. Nun feiert sie ihren 15. Geburtstag. Die UmweltBank verwendet alle Kundeneinlagen zur Finanzierung und Förderung von Umweltprojekten. In den letzten 15 Jahren wuchs die „grüne“ Bank solide und kontinuierlich. „Unser nachhaltiges Geschäftsmodell ist eine Erfolgsgeschichte, der wir noch viele Kapitel hinzufügen werden", so der Vorstandsvorsitzende Horst P. Popp.

Das Geschäftsvolumen überschritt im vergangenen Jahr die Zwei-Milliarden-Grenze und betrug zum Ende des Jahres 2,27 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,94 Milliarden Euro), also ein Zuwachs von 333 Millionen Euro oder 17,2 Prozent. Die Bilanzsumme wuchs im gleichen Zeitraum um 231 Millionen Euro oder 13,1 Prozent auf 1,99 Milliarden Euro. Im Gegensatz zur Bilanzsumme sind im Geschäftsvolumen 253 Millionen Euro offene Kreditzusagen enthalten, die 2012 zur Auszahlung anstehen.

Das Wachstum im Förderkreditgeschäft hielt 2011 mit 1.071 neu finanzierten Umweltprojekten unvermindert an. Die Gesamtzahl der geförderten Kreditprojekte lag am 31.12.2011 bei 15.523, gegenüber 14.452 im Vorjahr. Die Summe der in Anspruch genommenen Kredite stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um 197 Millionen Euro oder 15,3 Prozent auf 1,48 Milliarden Euro an. Das Kreditvolumen betrug zum 31.12.2011 einschließlich offener Zusagen 1,73 Milliarden Euro und legte damit um 283 Millionen Euro oder 19,5 Prozent zu.

Solarkredite machten 47,6 Prozent des Kreditvolumens aus, wobei Finanzierungen mit über 100.000 Euro Kreditsumme deutlich zunahmen. Der Anteil ökologischer Baufinanzierungen lag bei 30,9 Prozent, an dritter Stelle folgten Wind- und Wasserkraftprojekte mit 14,9 Prozent. In Projekte aus den Bereichen Biomasse/Biogas sowie ökologische Landwirtschaft flossen 6,6 Prozent.

Die Kundeneinlagen der UmweltBank erhöhten sich parallel zum Kreditwachstum um 13,4 Prozent auf 1,34 Milliarden Euro. Das Verhältnis von Kreditvolumen zu Kundeneinlagen, der sogenannte Umweltgarantiedeckungsgrad lag deshalb auch 2011 bei über 100 Prozent. Langfristige Refinanzierungsmittel in Höhe von 503 Millionen Euro stammen von anderen Banken, insbesondere der KfW. Der Zinsüberschuss stieg 2011 um 11,2 Prozent auf 33,7 Millionen Euro. Personal- und Verwaltungskosten legten von 10,2 auf 11,3 Millionen Euro zu. Nach Abzug der Steuern und Zuweisungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken weist die UmweltBank einen von 10,0 auf 11,0 Millionen Euro gestiegenen Jahresüberschuss aus. Das Ergebnis je Aktie stieg um 9,1 Prozent auf 3,38 Euro.

Die UmweltBank legt aufgrund des dynamischen Wachstums besonderen Wert auf die Unterlegung des Kreditgeschäfts mit Eigenkapital. So hat sich das haftende Eigenkapital zum 31.12.2011 durch die Einstellung von 12,7 Millionen Euro in die Rücklagen sowie die Emission zweier Genussrechte um 20,9 Prozent auf 138,4 Millionen Euro erhöht. Die UmweltBank weist damit eine auf die risikotragenden Aktiva bezogene Eigenkapitalquote von zehn Prozent auf.

Die Anzahl der Anlage- und Kreditkunden der grünen Förderbank ist gemäß der nachhaltigen und gleichgewichtigen Wachstumsphilosophie auf über 92.000 gestiegen. Die UmweltBank spendet seit vielen Jahren für jeden neuen Kunden fünf Euro an ein Umweltprojekt. Ab 2012 wird im Rahmen dieser Aktion die Organisation „Rettet den Regenwald e.V." unterstützt. Mit dem Geld wird der Mangrovengürtel im Golf von Davao auf den Philippinen wieder aufgeforstet.


 

(Redaktion)

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