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Pilotstudie des Erlanger Uni-Klinikums

Videospiele fördern die Fitness älterer Menschen

Videospiele können die kognitiven und sensomotorischen Fähigkeiten von Bewohnerinnen und Bewohnern stationärer Einrichtungen der Altenhilfe fördern. Dies ist ein Ergebnis der viermonatigen Studie, die von der Psychiatrischen und Psychotherapeutischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen zusammen mit der Diakonie Bayern in Einrichtungen der Diakonie Hochfranken durchgeführt wurde. Bewohnerinnen und Bewohner spielten im Rahmen der ergotherapeutischen Angebote regelmäßig mit der Nintendo-Videospielkonsole Wii.

Zwölf Wochen spielten Bewohnerinnen und Bewohner dreier Senioreneinrichtungen der Diakonie Hochfranken (Hof) regelmäßig Darts, Tennis und Bowling - mit zum Teil überraschenden Ergebnissen. Denn die Studie unter Leitung von Prof. Dr. Elmar Gräßel vom Uni-Klinikum Erlangen zeigt nicht nur, dass Konsolenspiele auch für Menschen mit altersbedingten Einschränkungen attraktiv sein können und von ihnen bei entsprechender Unterstützung als Freizeitangebot angenommen werden. "Die Studie zeigt ebenfalls, dass auch die kognitiven Fähigkeiten der Teilnehmenden im Untersuchungszeitraum günstig beeinflusst werden", so der Präsident des Diakonischen Werks Bayern, Dr. Ludwig Markert, bei der Vorstellung der Ergebnisse in Nürnberg. Das belegen verschiedene wissenschaftliche Tests, denen sich die Teilnehmenden vor, während und nach der Spielphase unterzogen. Die Ergebnisse zeigen einen Anstieg der kognitiven Werte.

Nach Aussagen der begleitenden Wissenschaftler des Uni-Klinikums Erlangen liegt das unter anderem am Spielprinzip der Konsole. Diese wird nicht mit einem Gerät gesteuert, das allein mit den Fingern bedient wird. Vielmehr werden die im Spiel notwendigen Bewegungen vom Spieler imitiert. Wer Tennis oder Bowling spielt, bewegt dabei wie im echten Spiel den ganzen Oberkörper. Weil viele Spiele dennoch im Sitzen gespielt werden könnten, ist die Konsole auch für Spielerinnen und Spieler attraktiv, die in der Bewegung eingeschränkt sind. Auch wenn in der Regel eine Begleitung durch Ergotherapeuten oder Pflegepersonal notwendig sei, könne, so Markert, die Konsole ein attraktives Freizeitangebot in Einrichtungen der Altenhilfe darstellen. Der nächste Schritt ist nach Aussage von Prof. Gräßel eine umfassende Wirksamkeitsstudie, mit deren Hilfe die Ergebnisse der Pilotstudie konkretisiert werden könnten.

(Redaktion)


 


 

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