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Kolumne

Unternehmen und Flashmobstreik

Immer mittwochs gibt die Kanzlei DR KREUZER & COLL Tipps zu aktuellen Rechtsfragen.

Streikmaßnahmen sind für Unternehmen nachteilig. Zudem werden immer häufiger neue Streikmittel angewendet, z. B. die „Flashmob-Aktion“. Was ist das und ist sie zulässig?

Bei einer Flashmob-Aktion

kaufen Gewerkschaftsmitglieder nach Absprache z.B. im Einzelhandel Unmengen von Billigstware und zahlen u. a. mit Kleingeld, um damit die Kasse zu blockieren, oder befüllen Einkaufswagen und lassen sie an der Kasse stehen, nur um den Betrieb überraschend zu stören.

Laut Bundesarbeitsgericht

ist eine solche Aktion im Arbeitskampf wegen der gewerkschaftlichen Betätigungsfreiheit nicht generell unzulässig. Abzuwarten bleibt, wie weit andere Betriebsstörungen dieser Art erlaubt werden (z.B. Blockade der Telefonzentrale oder ähnlicher Schlüsselpositionen).

Kreuzer-Tipp

Zur Abwehr benötigen Sie anwaltlichen Rat: möglich wäre z B., die „Flashmobber“ des Ladens zu verweisen oder den Zutritt zu verwehren (Hausrecht). Beobachten Sie die Streikentwicklung schon im Vorfeld genau, um mit Ad-hoc-Maßnahmen reagieren zu können.

(Dr. Günther Kreuzer)


 


 

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