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Der Spion im eigenen Unternehmen

Vom sicheren Umgang mit USB-Sticks

Mobile Speichermedien wie USB-Sticks oder PDAs sind kaum noch aus dem Alltag eines Unternehmens wegzudenken. Sie gewähren ein flexibles, unabhängiges Arbeiten, eine schnelle Synchronisation und leichteren Austausch von Daten. Obwohl diese Mini-Datenträger praktisch sind, bergen sie oftmals ein von vielen Unternehmen unterschätztes Risiko für die IT-Sicherheit.

So können einerseits beispielsweise vertrauliche interne Daten in sekundenschnelle unbemerkt auf einen Stick kopiert werden. Andererseits können USB-Sticks als Einfallstor für Viren und Malware fungieren. Oftmals sind sich Unternehmen nicht des Ausmaßes bewusst, indem ihre Mitarbeiter mobile Medien wie iPods, Smartphones, PDAs und USB-Sticks am Arbeitsplatz verwenden.

Unter den am häufigsten kopierten Daten erfreuen sich Kundeninformationen (25 Prozent) und Finanzinformationen (17 Prozent) besonderer Beliebtheit, gefolgt von Geschäftsplänen (15 Prozent), Mitarbeiterdateien und Marketingplänen (jeweils 13 Prozent) sowie geistigem Eigentum mit 6 Prozent. Gravierend wird das Ausmaß des Sicherheitsrisikos für Unternehmen, wenn USB-Sticks verloren werden.

Mit einfachen technischen Lösungen lassen sich schnell unerlaubte Zugriffe auf Unternehmens-USB-Sticks unterbinden:

1. Der USB-Stick jedes Mitarbeiters sollte in das Verschlüsselungskonzept des Unternehmens eingebunden werden. Dazu sollte die im Unternehmen gebräuchliche Sicherheitssoftware verwendet werden, auch wenn einige Stick-Hersteller bereits eine eigene Software mitliefern.

2. Auf dem USB-Stick sollten zwei Partitionen eingerichtet werden: eine verschlüsselte um vertrauliche Dokumente zu speichern sowie eine Partition z. B. für öffentliche Präsentationen ohne Verschlüsselung.

3. Mit der Verwendung von USB-Sticks mit biometrischer Sicherheitsfunktion können Daten erst nach Erkennung des Fingerabdrucks ausgelesen werden.

4. Ein USB-Stick sollte niemals an einen fremden Rechner angeschlossen werden ohne vorherige Aktivierung des manuellen Schreibschutzs.

Ebenso wichtig wie der Schutz der USB-Sticks ist der Schutz der unternehmenseigenen IT vor USB-Sticks:

1. Die Nutzung von Programmen, die unternehmensinterne Dokumente automatisch bei der Übertragung verschlüsseln, schützt vor unbefugtem Lesen und macht Datendiebstahl nahezu wertlos.

2. Die Autostart-Funktion des Betriebssystems sollte abgeschaltet sein, damit fremde USB-Sticks nicht automatisch freigegeben werden.

3. Mit so genannten U3-Sticks ist es unter Umständen möglich, Programme auf Firmen-PCs unbemerkt auszuführen. Die Zulassung von U3-Sticks sollte deshalb eingeschränkt weden.

4. Ein Virenscanner hilft nicht nur den E-Mail-Verkehr zu überwachen, sondern verhindert auch, dass so genannte Stick-Würmer Unternehmensrechner infizieren. Der Scanner sollte deswegen USB-Sticks mit einbeziehen.

5. Es sollte mit Hilfe von Sicherheitssoftware oder Gruppenrichtlinen festgelegt werden, welche Benutzer welche USB-Sticks an welchem PC verwenden dürfen.

(E-Commerce- Center-Handel)


 


 

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