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Von SEPA bis Reisekosten

Das ändert sich 2014 für Sie

Zum 1. Januar treten viele Gesetzesänderungen in Kraft. Über die wichtigsten Neuerungen geben ARAG-Experten einen kurzen Überblick: Die Umstellung von Überweisungen und Lastschriften auf SEPA, ein geändertes Reisekostenrecht und höheres Briefporto sind nur einige davon.

Elektronische Gesundheitskarte

Gesetzlich Krankenversicherte müssen ab dem 1. Januar zwingend die neue elektronische Gesundheitskarte vorlegen, wenn sie zum Arzt gehen. Wer sie noch nicht hat, sollte schnell bei der Krankenkasse nachfragen: Wurde die Karte beim Arztbesuch vergessen, kann der Versicherte sie innerhalb von zehn Tagen nachreichen. Tut er das nicht, stellt der Arzt eine Privatrechnung aus. Die Kasse erstattet dem Versicherten diese Kosten nur, wenn er die elektronische Gesundheitskarte bis zum Quartalsende vorlegt.

Briefpreise

Die Post erhöht zum Jahreswechsel erneut ihre Preise für Briefe. Unter anderem steigt das Porto für den innerdeutschen Standardbrief von derzeit 58 Cent auf 60 Cent. Ergänzungsmarken gibt es in den Filialen oder online.

SEPA

Ab dem 1. Februar 2014 werden die Regelungen des einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraumes SEPA (Single Euro Payments Area) für alle Überweisungen und Lastschriften verpflichtend. Wichtigste Neuerung ist die internationale Bankkontonummer IBAN, die die nationalen Kontoangaben ersetzt. Banken können ihren Kunden noch bis zum 1. Februar 2016 erlauben, ihre alte Kontokennung – Bankleitzahl und Kontonummer – zu verwenden. In diesem Fall wandelt die Bank die Daten für den Kunden in die IBAN um.

Hartz IV

Die Regelsätze für Hartz-IV-Empfänger erhöhen sich um 2,27 Prozent. Ein alleinstehender Erwachsener (höchste Regelbedarfsstufe) bekommt dann 391 Euro im Monat, 9 Euro mehr als 2013. Der Regelbedarf auf der niedrigsten Stufe (Kinder bis 6 Jahre) steigt um 5 Euro auf 229 Euro.

Revisionsrücknahme

Wer beim Bundesgerichtshof Revision gegen ein Urteil einlegt, kann dieses Rechtsmittel nicht mehr ohne Weiteres zurücknehmen. Nach den geänderten Vorschriften in der Zivilprozessordnung ist eine einseitige Rücknahme nur noch bis zum Beginn der mündlichen Verhandlung in Karlsruhe möglich.

Reisekosten

Im steuerlichen Reisekostenrecht gibt es zwei wichtige Neuerungen: Der bisher geltende Begriff der „regelmäßigen Arbeitsstätte“ wird durch die „erste Tätigkeitsstätte“ ersetzt. Die Bestimmung erfolgt anhand der arbeits- oder dienstvertraglichen Zuordnung durch den Arbeitgeber. Für Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte können wie bisher Werbungskosten (zur Werbungskosten Definition) in Höhe der Entfernungspauschale geltend gemacht werden. Für Dienstreisen zu anderen Tätigkeitsstätten muss der Arbeitgeber steuerfrei Reisekosten erstatten. Dabei gibt es für den Verpflegungsmehraufwand statt drei nur noch zwei Stufen: Ab einer Abwesenheit von mehr als acht Stunden werden 12 Euro gezahlt. Kalendertage mit 24-stündiger Abwesenheit werden mit 24 Euro berechnet.

Grundfreibetrag

Zum 1. Januar wird der steuerliche Grundfreibetrag um 224 Euro angehoben. Bei Ledigen bleiben dann 8.354 Euro vom Einkommen steuerfrei. Auch die Beitragsbemessungsgrenzen in der gesetzlichen Renten- und Krankenversicherung werden angehoben. In der allgemeinen Rentenversicherung (West) gilt für 2014 eine Beitragsbemessungsgrenze von 5.950 Euro, im Osten 5.000 Euro im Monat. Die Bemessungsgrenze für die gesetzliche Krankenversicherung liegt bundeseinheitlich bei 4.050 Euro pro Monat.

Pflegeheime

Pflegeheime sind ab dem 1. Januar 2014 verpflichtet, die Pflegekassen darüber zu informieren, wie die Heimbewohner in der Einrichtung ärztlich und mit Arzneimitteln versorgt werden. Die Informationen sind für Pflegebedürftige und Angehörige im Internet einsehbar. Die Vorschrift ist Teil der Pflegereform, die zum 1. Januar 2013 in Kraft getreten ist.

(life PR)


 


 

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