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Geschlossene Fonds

Was kommt nach der Wahl?

Die neue schwarz-gelbe Regierung wurde am ersten Tag nach der Wahl an der Börse gefeiert. Was die Geschlossene Fondsbranche zu erwarten hat, darf aufgrund der Wahlaussagen schon einmal vermutet werden.

Branchenklima insgesamt freundlicher

Zunächst darf man aufgrund der wirtschaftsnahen Positionierung der beiden Regierungsparteien mit einem freundlicheren Branchenklima rechnen. Zunächst erscheint die Gefahr von geschäftshemmenden Regulierungen in der neuen Koalition geringer. Spannend wird jedoch, wieweit die von einer CSU – Ministerin angedrohten massiven Veränderungen der Bedingungen für den Vertrieb weiter verfolgt werden. Das von der CDU gegen massive Kritik auch aus dem eigenen Lager im Wahlkampf tapfer durchgehaltene Steuersenkungsversprechen, könnte der Steuersparbranche wieder Chancen bescheren. 

Immobilien

Gleich am Montag nach der Wahl meldeten sich die Immobilienverbände zu Wort. Sie mahnten eine Umsetzung der Wahlversprechen in Richtung einer immobilienfreundlichen Politik an. Auch hier gibt es Hoffnungen auf Steuererleichterungen, die sich in geschlossene Fondsprodukte verpacken lassen. Die unausweichliche Finanznot der neuen Regierung könnte die Erreichung dieses Ziels fördern, weil so die versprochenen Steuererleichterungen direkt der Klientel des neuen gelben Koalitionspartners zugute käme. Ob das auch dem Problemzweig der deutschen Immobilienwirtschaft, der Wohnungswirtschaft, helfen wird, bleibt abzuwarten.

Energiewirtschaft

Die Kursgewinne der großen Energieversorger zeigen die Erwartungen des Marktes: Die Hoffnungen richten sich auf eine Verlängerung der Laufzeiten bestehender Atomkraftwerke. Die wahrscheinliche Erfüllung dieser Hoffnungen könnte zu Lasten der alternativen Energien gehen. Die FDP hat mehrmals deutlich die Reduzierung der Zuschüsse gefordert und dürfte nach dem guten Wahlergebnis auch in der Lage sein, sie durchzusetzen. Das ist eine schlechte Nachricht für zum Beispiel Solar- und Windfonds. 

Vertriebsregulierung

Die drohende Regulierung des Finanzvertriebs durch Einbeziehung des Vertriebs geschlossener Fonds in die sog. Erlaubnispflicht wurde von der CSU-Verbraucherministerin betrieben. Da allerdings der neue gelbe Koalitionspartner Freiberufler, also auch die Finanzvermittler, zu seiner Klientel zählt, könnte dieser Plan zumindest in die Zukunft verschoben werden, wenn auch nur so lange, bis die EU erneut mahnt.

Finanzmarktkontrolle

Der neuen Koalition wird allgemein mehr Finanzkompetenz jedoch auch mehr Nähe zu den großen Finanzkonzernen zugetraut. Ob diese Gemengelage zu einer effektiveren Finanzmarktkontrolle führt und ob damit Finanzkrisen, wie die noch aktuelle verhindert werden können, ist fraglich.

Insgesamt ist die Erwartung, dass der Wahlausgang für die Branche per Saldo positive Auswirkungen zeitigen wird, sicher berechtigt.

maklercockpit.de

(Redaktion)


 


 

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